Der Ravioli-Zwischenfall

Das ist ja mal grandios schief gegangen – aber von vorne:

Mit lecker Birnen im Korb hab ich mich auf die Suche nach einem schönen Rezept gemacht, bei dem ich die Beute verarbeiten konnte. Bei Lisas Kochfieber bin ich dann auf Ravioli mit Birnen-Gorgonzola-Füllung gestoßen, war begeistert und dachte mir – klar, das kochste nach.

Eigentlich hat auch alles gut geklappt, Birnen fein gewürfelt, mit dem Speck angebraten, Gorgonzola und Ricotta dazu. Ordentlich abgeschmeckt war´s dann auch schnell und Nudelteig lag sogar noch fertig im Kühlschrank. Mit dem praktischen Ravioli-Ausstecher und Falt-Apparat sollten dann nur noch die Ravioli zusammengebaut werden und ab ins sprudelnde Salzwasser.

Aber bei den Päckchen ging´s los. Der Teig wollte nicht zusammenkleben, dafür aber an der Gerätschaft. Zudrücken ließ sich das Päckchen noch um danach beim rausfummeln wieder aufzugehen und seine Füllung auf dem Küchenboden zu verteilen. Mit Eiweiß bepinselt hat dann letztendlich doch noch alles gehalten, aber die nächste Lektion stand schon an: Ravioli dicht packen – da darf keine Luft mehr drin sein. Das sollte man sehr genau nehmen.

Naja, um die Geschichte kurz zu halten: Die Ravioli sind beim Kochen aufgegangen wie Hefeteig, die Füllung ist rausgelaufen und das Ergebnis sah so furchtbar aus, dass ich es nicht veröffentlichen werde. Das was überlebt hat war trotz allem sehr lecker – deshalb, Lisa, Danke für das tolle Rezept und Sorry für den dilettantischen Umgang damit ;-)

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4 Antworten auf “Der Ravioli-Zwischenfall”


  • Hmmm, ich habe nun aufmerksam deine Geschichte von den missglückten Ravioli gelesen und dachte mir, ach wie schade. Aber es ist mir auch schon passiert. Kann folgende Gründe haben.. 1.) Du hast kein griffiges Mehl verwendet 2.) Den Teig zuwenig lang im Kühlschrank rasten lassen…
    Aber ich hoffe, du hast irgendwann mal noch die Muse dich an das Rezept zu trauen, denn es ist wahrlich traumhaft.

  • Danke für den Tip – und Danke für´s Lesen ;-) Das Rezept ist großartig, ich war ganz froh, als mir der Nudelteig ausging und ich noch ein bisschen Füllung so naschen konnte. Da der Teig 2 Tage Zeit zum Rasten hatte werde ich das nächste Mal einen Versuch mit griffigem Mehl machen und berichten, was passiert ist!

  • Nur falls irgendjemand das nochmal versuchen möchte: Teig nicht ruhen lassen (schon garnicht im Kühlschrank…. Zehn bis fünfzehn Minuten kneten und dann gleich verwenden). Dann kleben die Nudeln ohne Eiweiß zu und gehen auch im Kochwasser nicht auf. Zu viel veranstalteter Teig wird Schnittnudeln, die man trocknen kann; zu viel veranstaltete Ravioli nebeneinander auf ein Blech, einfrieren, in die Gefriertüte und für’s nächste Kochfaul-Fest aufheben.

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