Pulled Pork Leftover – Nudeln mit Pulled Pork Tomaten-Sauce

Es gibt Gerichte, die schmecken am Besten, wenn man sie in möglichst großen Portionen zubereitet. Und dann gibt es noch Gerichte, die offenbaren ihre ganze Größe erst nach dem sie ein- bis zweimal aufgewärmt worden. Pulled Pork fällt jetzt zwar mehr in die erste Kategorie, aber wie man auch aus aufgewärmtem Zupffleisch noch ein tolles Gericht zaubern kann, zeige ich in der heutigen Rezeptidee.

Pulled Pork gemacht und die Meute hat wieder die Hälfte übrig gelassen? Kein Problem, in dieser leckeren Tomaten-Sauce landen die Reste!

Warum du ab jetzt nur noch ganze Schweineschultern kaufen musst

Neulich habe ich hier behauptet Pulled Pork sei ein sehr aufwändiges Gericht. Das war vielleicht ein bisschen übertrieben und ich korrigiere mich gerne: Pulled Pork ist ein Spaziergang. Ok, ein ganztägiger Spaziergang. Aber auf einen langen Weg nimmt man nicht nur einen halben Apfel mit. Diese Vergleiche hinken alle etwas, aber worauf ich hinaus will: Wenn der Smoker mal läuft, macht es keinen Unterscheid, ob ein oder zehn Kilo Fleisch drauf landen. Dann lädt man entweder alle Nachbarn zum Essen ein, oder besorgt sich Rezepte für die Reste. Dank des Räucherns hält sich das Fleisch auch ein paar Tage im Kühlschrank, lässt sich kalt aber nicht mehr zupfen (für den Fall, dass man nicht sofort die ganze Ladung gerupft hat). Das ist aber kein Problem, wärmt man das Fleisch ein bisschen auf, erinnert es sich sofort wieder an seine Ursprungszubereitung und fällt fast von alleine auseinander.

Pulled Pork gemacht und die Meute hat wieder die Hälfte übrig gelassen? Kein Problem, in dieser leckeren Tomaten-Sauce landen die Reste!

Mach doch mal wieder was mit Nudeln

Endlich wird’s auch wieder Sommer und ich habe mehr und mehr frische Kräuter im Garten, an denen ich mich bedienen kann. Ein Comeback feiert dieses Jahr der Zitronen-Basilikum – mein Lieblings-Basilikum. Ganz zufällig habe ich dann entdeckt wie wahnsinnig toll dieses Kraut zu den schwarzen Oliven in der Pulled Pork Tomatensauce passt. Wenn ihr also nur eine Sache aus diesem Gericht ausprobieren wollt, dann testet mal diese Kombination und stellt euch einen Zitronen-Basilikum auf die Fensterbank (draußen ist es ihm Nachts noch zu frisch). Außerdem nicht auszudenken, wie der im Gin Basil Smash schmeckt…

 

5 from 1 reviews
Nudeln mit Pulled Pork Tomaten-Sauce
 
Vorbereitung
Kochzeit
Gesamtzeit
 
Portionen: 4
Zutaten
  • ca. 400g Reste vom Pulled Pork
  • 1 Dose geschälte Tomaten
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 großzügiger Schluck Rotwein
  • 40g Schwarzer Oliven
  • 1 handvoll Zitronenbasilikum
  • Schwarzer Pfeffer
  • Salz
  • Olivenöl
  • Balsamico
Anweisungen
  1. Wenn die Reste vom Pulled Pork noch nicht gerupft sind, kurz in der Mikrowelle erwärmen und mit zwei Gabel zerupfen. Alternativ kann das Fleisch in der Sauce aufgewärmt und gerupft werden, dann einen möglichst großen Topf verwenden und vorsichtig arbeiten, sonst gibt's Flecken...
  2. Die Zwiebel in mittelgroße Würfel schneiden, Knoblauch grob hacken und im Topf in heißem Olivenöl hellbraun anbraten. Mit dem Rotwein ablöschen und diesen vollständig einkochen.
  3. Tomaten dazu geben, 5-7 Minuten köcheln lassen und grob pürieren.
  4. Oliven ggf. entkernen und in Scheiben schneiden. Zusammen mit dem Fleisch zur Sauce geben und 12-15 Minuten leise köcheln lassen.
  5. Mit Pfeffer, Salz und Balsamico-Essig abschmecken. Den grob gehackten Zitronenbasilikum erst auf dem Teller zum Gericht geben.
  6. Schmeckt am Besten mit guten Nudeln, geht aber auch super mit Foccacia.

Herbstnudeln

Es ist Herbst, der Wind weht vom Baum, was im Frühjahr bei drei darauf gehüpft war. Wobei an dieser Stelle festgehalten werden muss, dass sich mitten ins idyllisch-bunte-der-Wind-weht-leise-die-Blätter-von-den-Ästen sogenannter Schneebruch eingeschlichen hat. Gut, grade im Moment sieht man nichts mehr davon, aber grade deshalb war es so wichtig, dass wir nochmal darüber sprachen. Sonst so: Winterreifen aufgezogen, Schneeschippe an die Stelle vom Gartenwerkzeug geräumt, Rasenmäher gewartet, Dachterasse abgeräumt, Herbstmenü gekocht, auf Winterzeit umgestellt, über Extraschlaf gefreut (und mitleidig getan, als Eltern von ihren Kindern erzählten), ein Bild von mir in der Lift bestaunt und freudig folgenden Teller erdacht:

Beim Gemüsemann hab ich mich am Babyspinat festgefressen. Kleine hübsche grüne Blätter und nussiger Geschmack, der sich auch morgens regelmäßig in einem Frühstücks-Smoothie mit Banane, Orangensaft und Joghurt gut macht – heute mal als Pesto, mit angerösteten Walnüssen, Parmesan und Traubenkernöl püriert (Puristen nehmen hier den Mörser) und mit Pfeffer, Salz und Walnussöl abgeschmeckt. Auf Knoblauch habe ich ganz bewusst verzichtet, so sehr ich ihn mag…

Geräucherten Bauchspeck auslassen und Champignons darin anbraten. In der gleichen Pfanne Blutwurstscheiben und Apfelspalten mit viel Geduld langsam anbraten und die Apfelspalten im eigenen Saft karamelisieren lassen. Wer mehr Herbst möchte, muss Laub auf dem Tisch verteilen 😉

Wenn hier einer Rhabarbara…

…ach ne, das war ja Ananas. Sorry für den Kalauer. Brösel müsste man sein…

Die ersten Sommertage gut verbracht? Sehr schön, denn wie man so hört ist jetzt erstmal wieder dieses wechselhaft angesagt, bewahre, die Eisheiligen stehen vor der Tür! Scheint mir ganz so, als hätten wir einen Frühling, wie er früher einmal war. Und der Sommer dann: mit Sonnenschein von Juni bis September? Aber auch mit vorsommerlichen Wetterlagen lässt sich was anfangen: Kräuterschnecke bepflanzen, neuen Sonnenschirm besorgen (den alten hat´s am Samstag gekostet – es war nicht nur heiß, es hat auch geblasen wie sonst nur der Dyson saugen kann) Und rein kulinarisch hat der Frühling noch einiges zu bieten. Spargel läuft, Bärlauch ist glaub ich mittlerweile durch und Erdbeeren stehen vor der Tür. Wie währ´s zwischendurch noch mit Rhabarber – und zwar in richtigem Essen!

Jetzt kommt´s dicke – Knuspriges Schweinefleisch mit scharf-saurem Rhabarber und Eiernudeln. Vom Jamie. Echt jetzt. Und das hab ich einfach so nachgekocht, nix dazu überlegt, nix weggelassen, einfach nachgekocht und dran erfreut. Irgendwie ist mir mit dem Jahreswechsel die Lust auf Sterneküche abhanden gekommen – Ist das schon Kunst, oder kann man es noch essen? fragt auch die aktuelle Effilee. Mir egal, ich mach jetzt nämlich mehr auf Hausmannskostkunst. Vielleicht will da ja jemand ein Event draus machen?

Ich finde dem Jamie kann man nix vorwerfen. Ganz sicher ist, dass er sich nicht so dämlich vermarktet wie bayrische Fernsehköche… Alle Rezepte, die ich jemals nachgekocht habe funktionierten und mit Büchern wie Natürlich Jamie ist die Jahreszeiten-Küche bei mir erst so richtig in Mode gekommen. Definitiv mein verdrecktestes Kochbuch! Lange bevor ich Food-Blogs für mich entdeckte, hab ich Samstags vor´m Wochenmarkt einen Blick hinein geworfen – genau wie letzte Woche, wo ich, den Einkaufskorb schon in der Hand, noch Lust auf ein herzhaftes Rhabarberrezept bekommen habe. So und nicht anders hat es eigentlich in einem Schmortopf auszusehen:

Überhaupt eine schöne Sache auf dem Weg vom Winter zum Sommer: Frühlingsgemüse im Schmortopf zubereiten. Oder ist Rhabarber Obst? Auch das kann sicher jemand beantworten (bequemlichkeitshalber hier der Wikipedia-Link – es ist Gemüse). Auch sehr bequem für Rezepte wie dieses ist ein leistungsstarker Power-Mixer, der mir freundlicher Weise von KitchenAid, passend zur Küchenmaschine in Apfelgrün, zur Verfügung gestellt wurde. Das Gerät wird hier in Zukunft im Rahmen der Serie Mein Blender und ich, eine Männerfreundschaft entsteht öfter auftauchen. Denn bis auf den Deckel bin ich von dem Gerät sehr angetan. Dieser ist leider aus PVC mit Weichmacher, was zwar eigentlich kein Problem macht, solange man keine Nahrungsmittel darin aufbewahrt. Für Kinderspielzeug ist es sogar verboten und so hinterlässt diese kleine Nachlässigkeit im Produktdesign leider einen kleinen Wermutstropfen. Neben dem Mixer habe ich noch zwei neue, zusätzliche Aufsatzbehälter bekommen, von denen der kleinere ohne PVC auskommt – offensichtlich findet also ein Umdenken statt, was sehr erfreulich ist. Dieser Aufsatz wird dann demnächst in der Pesto-Herstellung getestet, aber dafür müssen die Kräuter erstmal ordentlich sprießen.

Die Zutaten für die Sauce kommen einfach alle in den Mixer, Deckel drauf – man sollte wirklich der Versuchung nachgeben, den Deckel mal nicht drauf zu machen, tatsächlich mache ich mir bei der Power dieses Blenders Sorgen, ob der Deckel nicht mal von alleine abfliegt – und Gas geben. Bei aller Funktionalität, Power und Vielseitigkeit ist es trotzdem besonders der schöne Anblick, der erfreut:

Das Rezept gibt´s übrigens direkt bei Jamie – praktisch, oder 😉 Rezepte schreib ich nämlich nicht so gerne, vor allem nicht, wenn sie so wortreich sind….

Gastbeitrag: Scrappige Nudeln à la Frau Hansen

Mein erster Blogbeitrag – oh Gott wo fange ich nur an? Am besten erst einmal googeln was es zu Nudeln interessantes im Web zu finden gibt. Ich bin auch gleich fündig geworden – oder wusstet ihr etwa schon, dass das Wort „Nudel“ wohl eine Abwandlung von Knödel (vgl. auch Dampfnudel) ist und somit Teil eines großen Stamms deutscher Wörter, die mit der Silbe kn- eine Verdickung ausdrücken (Knoten, Knolle, Knospe, Knauf, Knopf)?

Nudeln und Knöpfe sind also verwandt – kein Wunder, dass es bei meiner Oma früher „Knöpfle und Stängele“ gab – ein Gericht, bei dem man den Knöpfle-Teig durch eine Presse in heißes Wasser gedrückt hat. Wahrscheinlich kommt meine Leidenschaft für Nudeln also aus frühester Kindheit. Wir waren mindestens einmal pro Woche bei Oma zum Essen und ich würde alles dafür geben, noch einmal ihre Schupfnudeln zu essen! Das waren von Hand gerollte dünne(!) Schupfnudeln mit lecker Sauerkraut und Speck dabei – hmmm da läuft mir direkt das Wasser im Mund zusammen…

Zum Glück hat aber auch mein Chef Hansen einige geniale Nudelgerichte im Repertoire, die mich über die Schupfnudeln hinwegtrösten. Zu meinen besonderen Favoriten gehört der Nudelauflauf mit Fleischwurst drin (im Sommer schmeckt auch die abgewandelte Variante mit Gemüse ganz toll), die Pastinakennudeln, die immer so schön schlotzig sind und das Weißwurstgulasch mit handgeschabten Spätzle.

Generell würde ich über mich sagen, dass ich einfach auf Nudeln stehe – (fast) egal welche Sorte – Hauptsache mit einer leckeren Sauce dran die sich so schön um die Nudeln legt und am besten auch noch irgendwie mit Käse zubereitet oder überbacken.

Neben Nudeln stehe ich aber auch noch auf scrappen – das ist mein Hobby und hat – erst einmal – nichts mit essen zu tun :-) Scrapbooking bezeichnet ein in den USA und Kanada entstandenes Bastelhobby, das seit einigen Jahren auch in Europa verbreitet ist. Dabei werden Fotos auf sogenannten Layouts verarbeitet und mit besonderem Papier, Aufklebern, Bändern, Knöpfen usw. in Szene gesetzt. Ein persönlicher Kommentar – das Journaling – rundet das ganze ab und so entstehen nach und nach Alben mit vielen schönen Erinnerungen und kleinen Geschichten.

Neben den Materialien braucht man vor allem schöne Fotos zum verscrappen – was liegt also näher, als die tollen Bilder von Chef Hansen mit meinem Hobby zu kombinieren?

Schon als ich die Fotos bestellt habe, hatte ich den Titel für das Layout im Kopf. Das wichtigste war also erst einmal, passendes Papier herauszusuchen – bei Nudeln natürlich in gelb. Die Anordnung der Fotos und Elemente auf dem Layout stammt von einem „Sketch“ – einer Vorlage aus einem Online-Workshop, den ich mitgemacht habe. Das braune Hintergrundpapier habe ich ausgesucht, weil es farblich so gut zur Tischplatte auf den Fotos passt. Dann die Fotos noch weiß hinterlegen, damit sie sich besser vom Hintergrund abheben. Nun das Journaling drauf und das ganze noch mit ein paar „Embellishments“ (also Schnick-Schnack wie der Löffel, das „Yum-tastic“ oder die aufgeklebten Tapes) abrunden.

Das geniale am Scrapbooking ist, dass es mittlerweile fast zu allen Themen Papier und Zubehör zu kaufen gibt, so dass man natürlich auch fürs Kochen das richtige findet. Besonders gut sortiert und mein absoluter Favorit ist der Shop von Dani, zu dem auch ein Forum gehört, in dem ich meine Werke einstelle und mich mit den anderen austausche. Sehr passend fand ich folgenden Kommentar einer anderen Scrapperin zu meinem Layout: „Ich steh auch voll auf Nudeln…und auf Kartoffeln…und auch auf Reis…“ – und getreu diesem Motto ist das bestimmt nicht mein letztes „Chef Hansen kocht“ Layout :-)

Mehr Bilder von Frau Hansens Layouts gibt´s auf Flickr.

Dinkelnudeln mit scharfem Zeug

Was gibt´s denn heute Abend zu essen? Eine Frage, die wie keine andere die Welt bewegt. Früher war die schnell beantwortet: Wurstbrot, wahlweise mal mit Käse, gerne Gürkchen und im Sommer „frische“ Tomaten. Salat ist auch ein schönes Abendessen, im Sommer sowieso – im Winter eigentlich genauso, dank so leckeren Sachen wie Feldsalat. Irgendwann fängt man dann an, sich mit dem Thema Abnehmen zu beschäftigen und RuckZuck gibt´s Abends keine Kohlenhydrate mehr und den Salat hat man Mittags schon in der Firma gegessen. Bleibt Omelett, Gemüsepfanne und Hähnchenbrust – und auch, wenn das einigermaßen funktioniert hat kommt man irgendwann auf den Dreh, dass es albern sein könnte Makronährstoffe zu verteufeln und kocht Abends Nudeln. Und, oh Wunder, nimmt nicht zu.

Nur weil man die Woche über ne bisschen einfachere Küche pflegt, heißt das noch lange nicht, dass man Tütennudeln kochen muss. Und wenn man schonmal Dinkelmehl im Haus hat, dann kann man daraus auch mal Nudeln machen. Puristen machen ihre Nudeln ja gerne nur mit Hartweizengreis und Wasser – Chef Hansen hat, nachdem endlich eine Nudelmaschine im Haus war, experimentiert und ist dann bei der 50/50 Mischung Weizenmehl / Hartweizengries mit einem Ei, 1 EL Olivenöl und Salz geblieben. Für die Dinkelnudeln hab ich das Verhältnis auf 75/25 geändert – also z.B. für zwei Personen 150g Dinkelmehl, 50g Hartweizengries, 2 Eier, 2 EL Öl und 2 TL Salz. Im ersten Moment war der Teig mir fast zu trocken, nach reichlich kneten war er aber perfekt und ist ordentlich durch die Maschine geflutscht.

In den Flitterwochen auf Gomera gab´s in unserem Lieblingslokal „El Pescador“ ganz fantastische Garnelen – in reichlich Olivenöl und Knoblauch gebraten, zusammen mit Peperoni. So hab ich das dann diese Woche auch mal gemacht und noch einen Zweig Kirschtomaten (geviertelt) dazugegeben. Also nochmal langsam – ist wichtig – die Garnelen (soviel du willst) in reichlich Olivenöl mit reichlich Knoblauch (soviel du verträgst) und fein gewürfelter Peperoni (siehe Knoblauch) anbraten, mit Limettensaft ablöschen, geviertelte Kirschtomaten kurz mitschwenken – gekochte Nudeln dazu, umrühren, servieren.

Hätte ich nie gedacht, aber es stellt sich tatsächlich ein bisschen was von dem Urlaubsgeschmack wieder ein – wobei ich mir nie anmuten würde, mit dem fantastischen Pescador in Konkurrenz zu treten. Dafür ist allein schon die Bedienung viel zu süß 😉 Und erst die Garnelen… Muy Bien.