Pastrami vom Hähnchen und schnelles Sauerkraut vom Rosenkohl

Jetzt ist es passiert: Ich hab mir einen Weisheitszahn herausgebrochen. Im übertragenen Sinne. Der Türsteher hat mir die Kette zum Klub der Rezept-Nörgler geöffnet und so stehe ich heute hier und sage in bester Heinz Becker (Des iss ka Gulasch) Manier: „Alter, is bestimmt lecker, aber das ist doch kein Pastrami“!

Hähnchen Pastrami mit schnellem Sauerkraut vom Rosenkohl

Und das kam so: Rot markierte Tage im Foodblogger-Kalender sind die, an denen es Feedback von ansonsten stillen Lesern gibt. Am liebsten hätte ich das täglich und rufe auch ausdrücklich dazu auf. Die Hemmschwelle scheint hier eine hohe zu sein, von daher, die Freude über Rückmeldungen ist groß und wird mit einem roten Marker im Kalender versehen. Sebastian hat sich mit einem Kugelgrill ausgestattet, stellt ein paar Fragen zum Smoken und präsentiert mir das Rezept, mit dem er sein Abenteuer beginnen wird. Eine gute Wahl, das Puten-Pastrami. Geflügel verzeiht einem viel beim Niedertemperatur-Grillen, das Rezept ist nicht kompliziert und bietet die Möglichkeit sich mit dem neuen Equipment vertraut zu machen und gleichzeitig ein frühes Erfolgserlebnis zu produzieren. Toll, ich unterstütze das. Jetzt hab ich mir das Video angeschaut und kann es doch nicht nicht sagen: „Alter, is bestimmt lecker, aber das ist doch kein Pastrami“!

Hähnchen Pastrami

Pastrami ist eine sehr (und dieses sehr verdient ein eigenes Ausrufezeichen!) sehr aufwändige Zubereitungsart, die eine Reihe verschiedener Schritte benötigt, die schon für sich genommen wieder sehr aufwändig sind. Ursprünglich zur Haltbarmachung von Fleisch angewandt wird gepökelte Rinderbrust (Corned Beef) in einem Gewürzmantel geräuchert und anschließend dampfgegart. Deshalb mein Vorschlag, bevor irgendwer irgendwo Pastrami dranschreibt, wird das gepökelt, geräuchert und gedampfgart 😉 Dank Wassersmoker oder Smokenator (der auch mit Wasserschale arbeitet) kann aus den letzten Schritten ein einzelner werden. Gut genug. Mein Hähnchen-Pastrami ist selbst eine vereinfachte Variante und ich beginne mit dem Einlegen in einer Brine. Das ist jetzt genau genommen auch wieder kein Pökeln, da ich kein Pökelsalz verwende und auch nur für 24 Stunden einlegen. Spricht aber nichts dagegen auch mal eine Hähnchenbrust zu pökeln und das Ergebnis ist sicher noch „Pastramiger“. Der Gewürzmantel ist sehr klassisch, beim Smoken halt ich mich dann eher wieder zurück.

Hähnchen Pastrami mit schnellem Sauerkraut vom Rosenkohl

Serviert wird das ganze mit einem schnellen Sauerkraut vom Rosenkohl, mit Apfel verfeinert. Gegessen zwischen zwei Scheiben von „Das Brot“, ein Brot, an dem ich jetzt schon seit Monaten backe und von dem ich irgendwann sagen können werde: Das ist Das Brot! Leider steckt dieser Prozess grade wieder in einem kleinen Tief, davon dann ein ander Mal mehr.

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Pastrami vom Hähnchen
 
Vorbereitung
Kochzeit
Gesamtzeit
 
Die Zubereitung erfolgt im Kugelgrill, am einfachsten mit dem sog. Smokenator, der in verschiedenen Nachbauten im gut sortierten Fachhandel erhältlich ist. Alternativ kann der Effekt im Grill nachgebaut werden, in dem man Kohlen auf eine Seite schichtet und eine Wasserschale (auf dem Rost) darüber stellt. Dabei werden einige angezündete und gut durchgeglühte Kohlen auf ein Bett von kalten Kohlen gelegt, die dann nach und nach ebenfalls glühen. Dadurch wird eine niedrige Temperatur über einen längeren Zeitraum gewährleistet. Die Wasserschale reguliert zum einen die Temperatur und sorgt außerdem für ordentlich Luftfeuchtigkeit. Das Räucherholz nicht vergessen ;-) Ich verwende Buchen-Chunks für die Rauch-Erzeugung.
Portionen: 4
Zutaten
  • 50g Salz
  • 50g Zucker
  • 1 EL schwarze Pfefferkörner
  • 1 EL Koriandersaat
  • 2 Chilischoten
  • 2 Lorbeerblätter


  • 2 EL Koriandersaat
  • 2 EL schwarze Pfefferkörner
  • 2 EL Senfkörner
  • 1 EL Kreuzkümmel (ganz)
  • 3 EL Paprika, rosenscharf
  • 3 EL brauner Zucker
Anweisungen
  1. Liter Wasser mit den Zutaten für die Brine aufkochen und rühren, bis sich Zucker und Salz aufgelöst haben. Vollständig abkühlen lassen und die Hähnchenbrüste für 24 Stunden darin einlegen. Im Kühlschrank lagern und zwischendurch einmal wenden.
  2. Für die Gewürzmischung Koriander, Pfeffer, Senf und Kreuzkümmel in einer Pfanne vorsichtig rösten und im Mörser grob mahlen. Paprika und Zucker untermischen.
  3. Nach 24 Stunden im Kühlschrank die Hähnchenbrüste abtropfen, abtrocknen und rundherum großzügig mit der Gewürzmischung versehen. In Frischhaltefolie einpacken und nochmal für zwei Stunden in den Kühlschrank, während der Grill vorbereitet wird.
  4. Den Grill nach Vorgabe des Herstellers auf Temperatur bringen, 120 Grad sind ideal, Geflügel reagiert nicht sehr empfindlich auf Temperaturschwankungen – man kann seinen Grill dabei gut kennenlernen. Kugelgrills haben üblicherweise unten und oben regelbare Lufteinlässe. Ich empfehle den oberen komplett zu öffnen und, nachdem die Kohle glüht, den unteren zu ⅓ zu schließen und je nachdem wie sich die Temperatur entwickelt weiter zu öffnen oder zu schließen. Erst wenn unten komplett geschlossen ist und die Temperatur immernoch steigt langsam anfangen oben zu schließen, aber dann ist wahrscheinlich der Grill ziemlich undicht und wir betreten die Welt des Grill-Tuning, für die ich der falsche Ansprechpartner bin ;-)
  5. Thermometer an der dicksten Stelle der Brust einstechen und bis zu einer Kerntemperatur von 80 Grad garen. Die Hähnchenbrüste können dann sofort dünn aufgeschnitten werden.

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Schnelles Sauerkraut vom Rosenkohl
 
Vorbereitung
Kochzeit
Gesamtzeit
 
Nichts geht über ein ordentliches, selbstgemachtes Sauerkraut, das wochenlang im Keller blubbert. Aber manchmal muss es schnell gehen und dann ist das hier eine clevere Alternative, hoffe ich ;-)
Portionen: 4
Zutaten
  • 500g Rosenkohl
  • 1 Apfel, mild säuerlich
  • 40g Butter
  • 75ml milder Apfelessig
  • Muskatnuss, reichlich
  • Pfeffer, Salz
Anweisungen
  1. Den Rosenkohl waschen, am Strunk halten und vom Kopf her in sehr dünne Scheiben schneiden oder hobeln. Den Rest Stummel jeweils entsorgen.
  2. Butter in eine große Pfanne geben, erhitzen und warten bis der Schaum abgeklungen ist. Hitze reduzieren und Rosenkohl bei mittlerer Hitze dünsten.
  3. Apfelessig (vorsichtig, evtl. Nase zuhalten) angießen und weiterkochen bis er fast vollständig verkocht ist.
  4. Apfel mit einer groben Reibe direkt in die Pfanne reiben und unterrühren.
  5. Mit Muskatnuss, Pfeffer und Salz kräftig abschmecken.

Karamell-Milchreis mit schnellem Apfelkompott

Tut mir leid, Herr Hansen ist vermilchreist. So schreibe ich das jetzt auf meine Liste mit lustigen Outlook Abwesensheitsnotizen. Da weder Vorzimmer noch Miss Moneypenny zu meinem ansonsten üppigen Gehaltspaket gehören, bin ich, liebe Kunden, auf Standardformulierungen angewiesen. Die lassen bedauerlicherweise keine Zitate aus der Popkultur zu. Glaube ich. Bei der nächsten Abwesenheit werde ich das testen um endlich den Servicegedanken im Blog fester zu verankern. Für´s erste vielleicht, wenn ich Freitag statt Mittagessen, Feierabend bevorzuge: Vielen Dank für Ihre Nachricht. Ich bin bereits ins Wochenende vermilchreist. Montag ab Mittag bin ich wieder für Sie da. Bitte beachten Sie, Ihre Mail wird nicht weitergeleitet und bleibt wahrscheinlich ungelesen. Viel zu ehrlich, aber wir befinden uns hier in einem rein fiktiven Szenario. Andersherum, die Freuden des Homeoffice und Remote Workings genießend: Vielen Dank für Ihre Nachricht. Leider bin ich grade an den Herd vermilchreist, da ein ordentlicher Milchreis ständiges Rühren verlangt. Ihre Mail wird dann später beantwortet, aber erst nachdem ich die Sahne unter den Reis gehoben und frisches Streuobstwiesenapfelkompott gekocht habe. Geht natürlich nicht, da auch am flexiblen Arbeitsort Leistung und Ergebnisse gefragt sind! Von daher: Vielen Dank für Ihre Nachricht. Ich bin grade ins Fresskoma vermilchreist, denn bei Milchreis lässt man keine Reste. Nach meinem Mittagsschlaf beantworte ich Ihre Nachricht gerne auf’s Ausführlichste.

Karamell-Milchreis mit schnellem Apfelkompott

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Karamell-Milchreis
 
Vorbereitung
Kochzeit
Gesamtzeit
 
Portionen: 4
Zutaten
  • 500 ml Milch
  • 1 Prise Salz
  • 30g Zucker
  • 20g Vanillzucker
  • 125g Rundkornreis
  • 50ml Sahne
  • 25g Zucker
  • 4 EL Zucker
  • 2 EL Butter
  • 50 ml Sahne
  • ½ TL Meersalzflocken
Anweisungen
  1. Milch mit Salz und 30g Zucker aufkochen, den Reis und Vanillzucker zugeben und 20 Minuten köcheln. Gelegentlich umrühren und schließlich abkühlen lassen.
  2. Sahne mit 25g Zucker steif schlagen und unter den erkalteten Milchreis heben.
  3. Zucker in einem Topf mit schwerem Boden schmelzen und zu hellbraunem Karamell kochen. Mit Sahne ablöschen, Butter und Meersalzflocken unterrühren und köcheln, bis sich die Masse vollständig verbunden hat.
  4. Karamell vorsichtig unter den Milchreis heben, dabei nicht vollständig verrühren, so dass es hübsche Karamell-Swirls gibt.

Karamell-Milchreis mit schnellem Apfelkompott

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Schnelles Apfelkompott
 
Vorbereitung
Kochzeit
Gesamtzeit
 
Portionen: 4
Zutaten
  • 6 kleine bis mittlere, säuerliche Äpfel
  • 4 EL Zucker
  • 100ml halbtrockener Riesling
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Zimtstange
  • 1 Sternansi
Anweisungen
  1. Die Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und je nach Größe vierteln oder achteln.
  2. Zucker in einem Topf schmelzen und mit dem Riesling ablöschen.
  3. Restliche Zutaten dazugeben und geschlossen köcheln, bis die Äpfel sehr weich sind.
  4. Lorbeerblatt, Sternanis und Zimtstange entfernen, kurz anpürieren und noch warm servieren.

Onglet – geschmort und gegrillt

Geschmort und gegrillt, das reicht eigentlich schon als Jahresrückblick. Und keine Angst, es wird keiner folgen. Das Jahr war voll mit Leben und Liebe, wie alle vor ihm und es endet wie es begonnen hat: Mit lieben Freunden am gut gedeckten Tisch und großartigen Leckereien. Die Vorschau und der Ausblick auf’s neue Jahr sind da schon spannender. So viele Dinge auf die ich mich freue – und Babybrei kochen ist nur eines davon. Weniger Schlaf eher nicht so, aber wir werden mal sehn, wie das wird. Sonstige Vorsätze sind gefasst, wenn man die denn so nennen will und auch wenn ich nicht dazu neige, Dinge die üblicherweise als Vorsatz gefasst werden aufzuschieben, bietet doch die Beschaulichkeit der Feiertage und des Jahreswechsels eine willkommene Gelegenheit alte Gewohnheiten auf den Prüfstand zu stellen und neue anzugehen.

Ongelt Nierenzapfen gegrillt und geschmort

In dem Sinne nehme ich mir mal mehr vor und verzichte auf’s Verzichten:

  • Mehr Kochen
  • Mehr Küche hinterher aufräumen
  • Mehr Gelassenheit
  • Mehr Teilen
  • Mehr Rezepte schreiben
  • Mehr Fotografieren
  • Mehr Verrücktes
  • Mehr Tanzen in der Küche
  • Mehr Sauce
  • Mehr Butter

Und auch mehr von solchen Tellern. Nachdem die Kündigung meines Nierenzapfen-Abos jetzt schon zwei Jahre her ist, hatte ich mal wieder ernsthafte Gelüste. Außerdem habe ich irgendwo das Wort Kalbs-Onglet aufgeschnappt (dazu ein andere Mal mehr) und den Metzger darauf angesprochen. Der meinte zwar „Jetzt wird´s aber wild“, hat dann aber zwei Wochen später stolz Nierenzapfen von Kalb und Rind präsentiert. Und so konnte ich mir meinen „Traum“ von geschmortem (das größere Stück) und gegrilltem (das kleinere) Nierenzapfen auf einem Teller auch endlich erfüllen.

Nierenzapfen Onglet vom Rind

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Geschmorter Nierenzapfen
 
Vorbereitung
Kochzeit
Gesamtzeit
 
Portionen: 4
Zutaten
  • 1 ausgewachsener Nierenzapfen vom Rind, ca. 1.5 Kg
  • 1 Bund Suppengemüse, grob gewürfelt
  • Schmorgewürze und Kräuter nach Laune (wer’s genauer braucht: 20 Pfefferkörner, 5 Wacholderbeeren, 3 Pimentkörner, 4 Nelken, ½ EL Salz, ein Zweig Rosmarin & Thymian – keine Petersilie)
  • 1 EL Tomatenmark
  • 0,5L kräftiger Rotwein
  • 0,5L Fond (Rind, Kalb, Gemüse, Wild, whatever)
Anweisungen
  1. Zunächst mal muss das Fleisch geputzt und die Abschnitte aufgehoben werden. Dann wird die dicke fette Sehne aus der Mitte geschnitten. Am besten lässt sich das Fleisch bearbeiten, wenn es richtig schön durchgekühlt ist.
  2. Die Sehne verläuft nicht genau durch die Mitte. Es bleibt ein größeres und eine kleineres Stück übrig. Das kleinere kommt erstmal wieder in den Kühlschrank. Das größere kommt mit den Abschnitten und (!) der Sehne in den heißen Bräter und wird runderherum angebraten.
  3. Ist das Fleisch schön gebräunt, kommt´s wieder raus. Dafür kommt das Gemüse und Tomatenmark herein. Ebenfalls gut anbraten und dann die Hälfte vom Wein angiesen und fast vollständig verkochen.
  4. Fleisch, restlichen Rotwein, Fond sowie die Kräuter und Gewürze wieder in den Bräter geben, Deckel drauf und bei 120 Grad für drei Stunden im Ofen verschwinden lassen.
  5. Fleisch herausnehmen, warm stellen und die Sauce durch ein Sieb in einen Topf umfüllen und auf ein Drittel reduzieren. Gegebenenfalls abschmecken, aber meistens schmeckt die schon so geil, dass man die Finger lieber davon lässt.

Ongelt Nierenzapfen gegrillt und geschmort

Außerdem auf dem Teller: Gebratene Apfelscheibe & Blutwurst, Kartoffelpüree und Kartoffelstreusel – was, für die braucht ihr auch ein Rezept? Na gut:

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Kartoffelstreusel
 
Vorbereitung
Kochzeit
Gesamtzeit
 
Portionen: 4
Zutaten
  • 2 große gekochte Kartoffeln (z.B. vom Kartoffelpüree vor’m Stampfen weg genommen) gut ausgekühlt und am besten über Nacht offen im Kühlschrank gelagert
  • 40g Mehl
  • 30g eiskalte Butter
  • ½ TL Meersalzflocken
Anweisungen
  1. Die Kartoffel durch die Presse pressen und alle Zutaten mischen. Der Teig muss sehr kalt und sehr trocken sein, sonst streuselt da nix ;-)
  2. Wenn’s so garnicht klappt mit den Streuseln den Teig so zusammenkneten, dass er grade zusammenhält und dann zweimal kurz mit den Schneebesen vom Handrührgerät durchgehen.
  3. Bei 160 Grad 20 Minuten unter Aufsicht backen.

The Upcycler – powered by true fruits

Ha! Der Upcycler. Hat leider nichts mit Bergauf Fahrradfahren zu tun, obwohl das zu dieser Jahreszeit höchst angebracht wäre. Nicht dass ich mich so kurz vor Weihnachten wie eine Mastgans fühlen würde, aber es kommt der Sache schon sehr nahe. Weihnachtsfeiern, gehäufte Geburtstage der ganzen Karnevalskinder (hihi, einfach mal neun Monate zurück rechnen), Raclette hier, Käsefondue da und statt einfach mal nix zu essen, kann man sich ja vornehmen nach den Feiertagen weniger… Wie jedes Jahr, aber ich möchte den ganzen Gute-Vorsatz-Beiträgen nicht schon im Dezember vorgreifen.

The Upcycler ein süßer Burger

Seit zwei Jahren sind wir im Besitz eines Entsafters, mit dem wir auch so eine Art Upcycling betreiben. In seinem Schlund landen regelmäßig alle mögliche Gemüse und Früchte, die jetzt, sagen wir mal, nicht mehr die frischsten sind und in ihrer Ursprungsform angenehmes Mundgefühl vermissen lassen würden. Lecker Saft geben die aber immer noch und kombinieren lässt sich das nach Lust und Laune. Apfel, Karotte, Rote Bete, Ingwer? Kein Problem. Sogar aus Rotkohl kriegt der noch Saft raus, aber das ist auch eher wieder so ein Thema für Januar. Das erste was einem bei so einem Entsaftersaft auffällt, ist, wie süß das Ergebnis ist. Und das ganz ohne Zuckerzusatz. Da frage ich mich, was diese Saftfabrikanten außer dem ganzen Zucker, den die in ihren Saft kippen für’ Obst verwenden…?

true fruits upcycling deckel für flaschen

Etwas in der Art müssen sich auch die Jungs und Mädels von true fruits gedacht haben und beglücken uns nun schon seit einigen Jahren mit leckeren Smoothies, die aus nichts als Früchten und Liebe bestehen – garniert mit lustigen Sprüchen die mich regelmäßig daran erinnern das Leben nicht zu Ernst zu nehmen. Und wer großen Wert auf Zutaten legt, diese in Glas verpackt und sowieso total gut aussieht – was soll der dann noch Upcyclen? Den Deckel! Ha! Und das gleich doppelt, mit Streuer und Gießer. Eine Idee, die ich sehr gerne unterstütze und zu jedem Aufsatz eine Verwendungsmöglichkeit vorstelle, die sich dann auch noch in einem süßen Burger kombinieren lässt. Dem Upcycler, der sich in der Auswahl der Zutaten am Smoothie Purple orientiert. Die Aufsätze für euer True Fruits Leergut findet ihr dort im Shop.

Flaschen die auf süße Burger starren

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The Upcycler - Süße Burger
 
Vorbereitung
Kochzeit
Gesamtzeit
 
Portionen: 8
Zutaten
  • 8 Berliner ohne Füllung
  • 1 großer Apfel
  • Je ein Schälchen Himbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren
  • Bananensauce
  • Orangen-Minz-Zucker
Für die Bananensauce
  • 1 überreife Banane, am besten komplett braun, ohne gelbe Stelle (echt jetzt!)
  • 250ml Milch
  • 1 EL Speisestärke
  • 1 Ei
  • 2 EL Vanillezucker
Für den Orangen-Minz-Zucker
  • Schale einer Orange
  • 2 EL getrocknete Pfefferminze
  • So vie Zucker wie in eine leere true fruits Flasche passt
Anweisungen
Bananensauce
  1. Speisestärke in etwas Milch auflösen
  2. Banane schälen und alle Zutaten in einen Topfen geben und mit einem Pürierstab fein pürieren.
  3. Unter ständigem Rühren einmal aufkochen und bei niedriger Temperatur noch ein paar Minuten köcheln lassen.
  4. Abkühlen lassen, mit einem Trichter in eine leere true fruits Flasche abfüllen.
  5. Den Gießer aufschrauben. Ist im Kühlschrank drei Tage haltbar.
Orangen-Minz-Zucker
  1. Zucker abmessen.
  2. Schale der Orange auf ein Küchentuch reiben. Trocknen lassen.
  3. Alle Zutaten mischen, in eine leere true fruits Flasche füllen und den Streuer aufschrauben. Hält wahrscheinlich länger, als man sich mit dem Streuen zurückhalten kann.

Werbehinweis: Dieser Artikel bewirbt die Flaschenaufsätze von true fruits und verlinkt auf Webseite und Shop von www.true-fruits.com.

Zwetschgen-Schokoladenmousse auf einem Zwetschgen-Apfelbett

Ende August habe ich ich hier in Zusammenarbeit mit der Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse e.V. (BVEO) im Rahmen der Kampagne Deutschland – Mein Garten einen Rezept-Wettbewerb veranstaltet, bei dem die Teilnehmer ein Dessert zu einer von mir präsentierten Vorspeise und Hauptgang kreirten. 15 Rezepte wurden eingereicht und ich hatte die Aufgabe den Gewinner auszuwählen. Dazu habe ich mir meine drei persönlichen Favoriten ausgewählt, nachgekocht, ein paar hungrige Nachbarn von der Straße herein gewunken und mit Punktekärtchen ausgestattet. Und heute darf ich endlich das Gewinnerrezept von meiner Leserin Elke Michl aus Aalen vorstellen:

Eigentlich bin ich kein großer Fan von Frucht zu Schokolade, aber dieses Schokoladen-Mousse war unfassbar lecker, wunderbar ausgewogen in seiner Fruchtigkeit, Süße, Säure und Schokolade. Sehr schön. Im Kompott hat der Apfel den Unterschied gemacht. Passt sehr gut zur Zwetschge und wenn man ihn nicht verkocht, gibt´s sogar noch was leicht knackiges in diesem tollen Dessert.

Zwetschgen-Schokoladenmousse auf einem Zwetschgen-Apfelbett

Zwetschgen-Schokoladenmousse auf einem Zwetschgen-Apfelbett

Für das Zwetschgen-Apfel-Kompott

  • 300 g Zwetschgen
  • 1 Apfel
  • 80 g Zucker
  • 100 ml Portwein
  • etwas Ingwer
  • 1 Nelke
  • 1/2 Zimtstange
  • 1/2 Vanilleschote
  1. Zwetschgen waschen und in Streifen schneien.
  2. Apfel schälen und Kernhaus entfernen und in Scheibem schneiden.
  3. Zucker karmamllisieren lassen mit Portwein ablöschen.
  4. Zimtstange, Nelke, Vanilleschote Zwetschgen und Apfel dazugeben. Kur aufkochen lassen, vom Herd nehmen und ziehen lassen.

Für das Zwetschgen-Schokoladenmousse

  • 500 g Zwetschgen
  • 3 Blatt Gelatine
  • 100 ml Orangensaft
  • Saft 1/2 Zitrone
  • 100 ml roter Portwein
  • 100 g Zucker
  • 1 Zimtstange
  • 150 ml Sahne
  • 150 ml Creme Fraiche
  • 100 g Zartbitterschokolade
  1. Die Zwetschgen halbieren und entsteinen. Die Gelatine in reichlich kaltem Wasser einweichen.
  2. Orangen- und Zitronensaft, Portwein, Zucker und Zimtstange aufkochen. Die Zwetschgen hineingeben und garen, bis sie gut weich sind. Dann herausheben und fein pürieren.
  3. Die eingeweichte Gelatine leicht ausdrücken und im noch warmen Zwetschgenpüree unter Rühren auflösen. Schokolade im Wasserbad langsam schmelzen und zu den pürierten Zwetschgen geben. Kühl stellen bis das Püree dem Rand entlang zu gelieren beginnt. Sahn steif schlagen. Die Creme fraiche glattrühren und mit der Sahme mischen. Unter das Zwetschgenpüree ziehen. Die Mousse mindestens 3 Stunden kalt stellen.
  4. Das Kompott auf Teller anrichten .Aus dem Mousse nun Nocken stechen du auf da Kompott setzen.