Archiv für die 'Unterwegs' Kategorie

Kulinarische Momentaufnahmen

Heike und ich sind jetzt offiziell ein Pärchen. Mai und Oktober. Wie sich mittlerweile herumgesprochen hat, hat Ariane sich zum Abschluss ihres Studiums zur Aufgabe gemacht 12 Foodblogger zu versammeln, Pärchen zu bilden, die sich gegenseitig zwei Gerichte aus dem Archiv aussuchen und mit zwei zusätzlichen Rezepten zu einem Vier-Gang-Menü komplettieren. Am Ende war der Stand der Dinge rund ums Foodblogging dokumentiert, originelle Rezepte lebhaft eingefangen und die Menschen dahinter sympatisch präsentiert. Caramelized, ein Team rund um Mastermind John, hat die Kulinarischen Momentaufnahmen unter Federführung von Ariane als Inhalt für deren App produziert und uns die große, weite Welt als Bühne eröffnet. Und als sei es nicht schon Ehre genug überhaupt zu dieser inoffiziellen Foodblogging-Nationalmannschaft zu stoßen, habe ich den Mai bekommen, die Nummer 5, die bis kurz vor dessen Aussterben stets dem Libero gehörte. Der Mai ist insofern ein Traum, da die Vielfalt schon sehr groß ist, es ist noch genug Wurzelgemüse von Winter im Keller, die Hinterbank muss geputzt werden, aber auch Erdbeeren und Spargel liegen schon bereit. Also auch am Herd alle Freiheiten zur Spielgestaltung.

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Mit unserem Teller abgelichtet von Stargast und Kamerakind Sophie

Gleich zu Beginn des Projektes stand die Idee, den Abschluss mit der kompletten Mannschaft zu begießen und groß aufzukochen. Ende Mai war´s dann soweit und Stevan, Katharina, Eline, Sebastian, Inés, Heike, Claudio, Claus und ich ließen die Pfannen glühen, Astrid, Robert und Zorra konnten leider nicht dabei sein. Da ich meine allererste eigene Bratwurst-Kreation beisteuerte und schon eine kleine Vorahnung hatte, wie Live-Wursten bei einer solchen Veranstaltung ankommt, bat ich um Beistand von Stevan Paul, seineszeichen Franz Beckenbauer des deutschsprachigen Foodblogging, mit dem ich dann punktgenau eine cremige Polenta, gebratenen Spargel garniert mit Gomasio, feinem Parmesan und die durchaus gelungenen Lamm-Bratwürste auf 35 Teller brachte.

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Das Mai/Oktober Pärchen interviewt sich.

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…und nochmal Sorry für die Schweinerei mit dem Sesam ;-)

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Mei, die Österreicherinnnen waren alle zum Knutschen herzig!

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Lamm-Bratwurst mit Datteln

Einige Lektionen gab es an diesem Wochenende zu lernen. Dazu gehörten z.B. dass es in Hamburg tatsächlich mal mehrere Tage am Stück regnen kann. Die Grand Dames des Österreichischen Foodbloggings, vor denen ich einen heiden Respekt hat, haben sich als die allerherzlichsten Menschen herausgestellt, die ich seit langem kennenlernen durfte. Mit der richtigen Unterhaltung sitzt auch das Moselfränkisch noch ganz gut. Craft Beer wird (ist) das nächste große Ding. Sesam springt immer aus der Pfanne und verteilt sich in der ganzen Küche, egal wie vorsichtig man ist. Bratwürste haben in Grillpfannen nix verloren. Harte Arbeit, Durchhaltevermögen, Idealismus und eine klare Vorstellung vom Endergebnis zahlen sich aus. Geiler Job Ariane :-)

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Pass uff, da musste erst hier so rum, und dann dä annere Zippel da lang…

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Drei Männer am Pass

Alle Fotos vom Event © bille-fotodesign

Und jetzt auf und einen Blick in die App werfen!

Ich darf Kulinarische Momentaufnahmen für´s iPad dreimal verlosen – die ersten drei E-Mails gewinnen!

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Zebras im Allgäu

Ich war im Allgäu – liebe Freunde treffen und kochen. Plötzlich begegnen mir zwei Zebras, Kokos-Brownies naschend an einer eingefrorenen Tränke, mit Helium-Luftballons am Schweif. Da dachte ich mir: Sollen die doch gleich mal die Gewinner von drei Zebra-Messersets ziehen. Seht selbst, was dann geschah:

Herzlichen Glückwunsch, liebe Melanie, Irene und Steffi. Ihr werdet noch per Mail benachrichtigt und schickt mir bitte eure Adresse!

Mein gaaaaanz besonderer Dank geht an Mel und Uwe, für das großartige Wochenende, von dem in den nächsten Tagen noch viel zu sehen sein wird – und an Lisa, Makeup-Artist, mit dem Talent ihrer Mutter ausgestattet – auch von ihr wird man noch hören!

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Ich bin ein Allgäuer!

Ein stolzer Satz, der einem aber locker von den Lippen geht, wenn man schier endlose Wiesen und Bergketten, umwerfendes Essen und herzliche Gastgeber mag. Auf der Party des Jahres gab es zwar keinen Dresscode, dennoch war Jeans mit weißem Oberteil sehr angesagt. Und Trachten. Ich muss gestehen, dass mir Dirndl und Lederhosen am Rande von Rheinhessen im ersten Moment komisch vorkamen, hat man das moderne Allgäu aber erst einmal kennengelernt, ist es das normalste auf der Welt: Menschen, die ihre Traditionen in der Gegenwart leben und die Zukunft fest im Blick haben. Auch mal schön zu erleben, während sich anderswo ganze Länder in ihren Grundfesten erschüttert fühlen, tropft mal ein bisschen Käse ins Kartoffelgulasch ;-) Am Rande der Plaudereien auf Astrids Party hatten wir was von einer Ferienwohnung im Allgäu aufgeschnappt, ohne zu ahnen, dass Melanie und Theo sich im Allgäu meinen Traum vom Haus verwirklicht haben. Nach dem After-Party-Networking auf Facebook war der Kontakt schnell geknüpfelt und das loftartige Urlaubs-Liebesnest für den Spätsommer gebucht.

Mit der Buchungsbestätigung kamen auch schon die ersten Restaurant- und Ausflugstipps, ein Restaurant für unseren ersten Tag gebucht, Koffer gepackt und auf ging´s. Dank Hamsterkäufen im WMF-Werksverkauf (liegt auf dem Weg – wie praktisch) stimmt die Straßenlage und die B10 ist schnell erklommen. Hat man Ulm erstmal hinter sich gelassen hat, dauert es nicht mehr lange, bis man die Alpen am Horizont erahnen kann und schon kurz nach der Ausfahrt wird auch der letzte Aufstieg in kleinem Gang gestemmt. Autofahren ist eine Tätigkeit, die das Hirn intellektuell unterfordert. Nicht grade reizarm, aber die Verarbeitung folgt weitestgehend automatisch und lässt genug Raum für Überlegungen über die Dinge, die wohl Zuhause vergessen geblieben sind. Zwischen Vöhringen und Illertissen fiel mir beispielsweise ein, dass ein Pürierstab ein nützliches Utensiel für die Zubereitung einer Kübrissuppe sei, zu der ich die liebe Mel gleich am ersten Abend eingeladen hatte – dazu links ein schönes Beispiel für unbezahlbare Gastfreundschaft!

Einen schöneren Einstand hätten wir uns nicht wünschen können. Sämige Suppe in charmanter Gesellschaft, die nach und nach durch weitere Familienmitglieder ergänzt wurde (wobei sonst niieeee jemand an die Tür der Ferienwohnung klopft ;-) ) Das Programm für den ersten Ausflug nach Bad Hindelang stand bald fest: Einstimmen im Leporello – einem authentischen Zeugnis des modernen Allgäu, mit köstlichem Kaffee und sahnegeschwängerter Leporello-Schnitte. Danach Spaziergang zum Gailenberg mit Abstecher zum Kunsthaus Lipp und einem Kännchen Tee im Teehaus. Überall erlebt man, wie verwurzelt die Menschen mit ihrer Heimat dort sind – besonders eindrucksvoll bei Kilian Lipp, der seiner Ausstellung dort oben den perfekten Rahmen bietet und seine stimmungsvollen Bilder immer wieder mit Ausblicken ins Tal abwechselt, während um einen herum ständig irgendwas am Knarzen und Knacken ist. Ein sehr lebendiges Haus.

Während die Wissenschaft immer neue Materialien zur Herstellung von Kochgeräten aus der Weltraumforschung in die Küche bringt, sitzt Franz Scholl in seiner wasserbetriebenen Schmiede und hämmert Pfannen, die Bratkartoffeln hervorbringen bei denen selbst die gestandensten Michelin-Tester die Objektivität verlieren würden. Scholl’s Pfannen wurden bis vor Kurzem auch über die eigene Webseite vertrieben, was dem Werkzeugmachermeister offenbar keine große Freude bereitet hat. Wer heute eines seiner Meisterwerke auf den Herd setzen will, muss hinfahren. Früh genug hinfahren. Wir standen um 17:00 vor einer längst verlassenen Mühle, aber der Wille mehrere Pfannen nach Württemberg zu importieren war stark genug, Herrn Scholl in der heimischen Ruhe zu stören – von Kauz keine Spur, führte uns der nette Herr in seinen Keller, verkaufte die gewünschten Pfannen und war dann noch vor uns vom Hof verschwunden, unterwegs zu einer mehrtägigen Bergtour. Glück gehabt – oder vielleicht bewahrheitet sich hier die alte Sage von der Pfanne, die sich ihren Koch sucht… Wie Winnetou und Shatterhand die Blutsbruderschaft begehen, wird in einem Akt, in dem Rauch die zentrale Rolle spielt, der Bund zwischen Koch und Pfanne beim Einbrennen besiegelt. Arglose Kartoffelscheiben werden in reichlich Fett und Salz bis zur Unkenntlichkeit verkohlt, was am Rhein schon die Feuerwehr zum Ausrücken gebracht haben soll. Hab ich allerdings erst zuhause gemacht ;-)

Das Finale des Donnerstags fand im Restaurant Obere Mühle statt, das seine Gäste jeden Donnerstag zu einem 5-Gänge-Menü einlädt, zu dem einem nach kurzem Blick in die Karte, die Wahl nicht schwer fällt: Flusskrebsmousse und Flusskrebse in Safrangelee mit Zitronen-Dillsauce – Pfifferlingsschaumsuppe mit Nockerl – Waldbeersorbet mit Rieslingsekt – Hirschkalbsteak mit Holundersauce und Kürbis- Kartoffelpüree – Bayerische Creme mit frischen Himbeeren. Großes Kino und absolut wiederholungswürdig wie der ganze Rest dieses Tages!

Während wir den Freitag erstmal ausgiebigst mit Ausschlafen und später mit Bummeln verbracht haben, erwartete uns Abends das lang ersehnte Kochen mit Melanie in Ihrer Küche, die beim ersten Anblick selbst dem gestandensten Hobbykoch den Pudding in die Knie schießen lässt. Bei dem Ausblick fragt muss man sich, was dort schon alles angebrannt sein muss, während der Blick über die weiten Wiesen schwofte… Auf den Tisch kam handverlesenes Handfestes. T-Bone-Steaks aus der Familienmetzgerei. Ein Fleisch, das dem grade erholten, gestandenen Hobbykoch erneut eine Packung Pudding in die Knie schießt. Angestachelt von den gesammelten Eindrücken hab ich dann eine cremige Polenta gerührt, die ihres gleichen sucht. Milch mit Rosmarin und angedrückten Knoblauchzehen aufgekocht, Maisgries eingerührt und gerührt und gerührt. Gemüsebrühe aufgefüllt und gerührt und gerührt. Mit Allgäuer Parmesan, der so wuchtig, fast schon cremig aber doch irgendwie brüchig war, dass das Herz beim Probieren einen Schlag aussetzt, abgeschmeckt und einer Moscavado-Zucker-Rosmarin-Kruste versehen. Und da wir’s alle gerne krachen lassen, gab´s dazu noch Ochsenherztomaten, mit nicht weniger als einer köstlichen Burrata, Birnen mit Ziegenkäse und Staudensellerie und DEN Parmesan mit Rucola. Geschlemmt haben wir, dass die Schwarte nur so krachte und den Abend schließlich mit Schuhbecks geeistem Kaiserschmarrn beschlossen.

Der Rest des Wochenendes bestand aus ausgiebiger Erholung, unter anderem auf der zur Ferienwohnung gehörenden Terasse, bei Kaffee und Mels Apfelkuchen in der Herbstsonne, die dieses Jahr der Sommersonne weit weit überlegen war – und so warf dieser kleine Ausflug so wertvoll ein kleines Steak wie ein großer Urlaub!

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- – - – Kochlöffel schnuppert 3-Sterne Luft – - – -

Wie die liebe Bushi schon so schön geschrieben hat: Im Aqua sind sie richtig freundlich, also natürlich freundlich… Und das sind sie nicht nur, wenn man zum Essen vorbeischaut, sondern auch, wenn man mit ungewöhnlichen Bitten an sie herantritt:

Liebes Aqua-Team, lieber Herr Elverfeld! Ganz herzlichen Dank für diese herausragenden Fotos, mit denen ich mir bei Astrids Kochlöffel-Event sicher einen guten Platz – und, wenn´s besonders gut läuft, ein Kartoffel-Kochbuch klarmachen könnte.

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Tage der offenen Weinkeller

Familientradition. Ein Wort das Eiskristalle auf guter Laune bilden kann. Kann aber auch direkt zu guter Laune führen – wie bei uns, denn da gibt es eine jahrtausendealte Tradition. Also seit dem Jahr 2000 – quasi das ganze Jahrtausend schon. In Wintrich, einem Winzerörtchen an der Mosel, genauso, wie man sich ein Winzerörtchen vorstellt, in dem meine Mutter geboren wurde und meine Großeltern lebten, öffnen an Pfingsten neun Winzer ihre Keller und präsentieren den aktuellen Jahrgang (und ein paar andere feine Tröpfchen). Außerdem wird deftig gegessen, wie es bei den Winzern an der Mosel so Tradition ist. Dazu kommt die Familie zusammen und lässt es krachen, wie es Moselkinder eben so krachen lassen können. Mit Tradition.

Natürlich ist Keller hier oft nur eine Umschreibung, denn viele der Winzer betreiben längst Straußenwirtschaften, die sich sehen lassen können. Und die Anderen haben sog. Probierstuben, die mindestens saugemütlich eingerichtet sind. Richtig genial wird´s wenn das Wetter mitspielt und sich alle vier Generationen in den großen Höfen tummeln. Start- und Endpunkt sind, ganz traditionell, festgelegt. Dazwischen ist Spontanität erlaubt, wobei sich längst Favoriten herauskristalisiert haben. Gefüllte Klöse am Sonntag für die Eltern sind genauso gesetzt wie Tortellini in Riesling-Sahnesauce für die junge Fraktion – und Frau Hansen geht nicht ohne Kartoffelwurst nach Hause.

Los ging´s dann, wie immer, beim Stefan im Weingut Matthiashof. Dort gab´s auch gleich das erste Highlight – eigentlich für sich schon eine Reise wert: Das Winzersteak mit Bratkartoffeln, dazu Kräuterbutter, Sahnemeerretich und eine Pepperoni. Ein Stück Heimat, das noch genauso schmeckt wie vor 11 Jahren und nur hier so schmeckt, wie es schmeckt. Beim Wein gab es die erste Überraschung. Sehr positiv: Riesling Hochgewächs. 2010. Wintrichter Großer Herrgott. feinherb. Mal abgesehen vom Großen Herrgott kein Etikett, das den Weinkenner in Verzückung geraten lässt, aber ich bin ja kein Weinkenner und Etiketten benutze ich nur um einen Wein wiedererkennen zu können ;-)

Lecker war der Wein. Eigentlich sollten nun eine Reihe von üblichen Weinbeschreibungsfloskeln folgen, aber keine Angst, in meinem Blog wird nichts von prägnanter Pfirsischnote, Taninen, Schiefer, Terroir oder Ähnlichem folgen. Eher sowas: Am Gaumen gekitzelt hat er mich, der Wein. Fruchtig irgendwie, man konnte noch erahnen, dass es mal Traubensaft war. Vollmundiger Genuss – manche Weine mit der Bezeichnung feinherb machen sich eher horizontal breit im Mund. Flach möchte man sagen – dieser hier füllte die gesamte Mundhöhle aus. Vielleicht könnt ihr euch ja was drunter vorstellen. Ich hab´s versucht ;-)

Zum Nachtisch gab´s dann eine Spätlese, gleicher Jahrgang, gleiche Lage. Dazu gönnten wir uns gebackene Apfelringe mit Sahne und Vanilleeis und das was man auf dem Bild noch sieht ist nicht etwa Schokosauce, sondern Balsamico. Wenn man den ersten Schreck verdaut hat, war das durchaus lecker – sehr lecker sogar aber trotzdem Nichts, was ich demnächst nachmachen würde. Was den Wein angeht sind wir dann bald wieder zurückgeschwenkt und am Ende, ganz Tradition, beim Weinbergspfirsischlikör versackt, mit dem Großraumtaxifahrer gewitzelt und den Abend zuhause noch mit einer Runde Kartenspielen ausklingen lassen.

Sonntag, Tag der Völlerei. Essenstechnisch großartig, was den Wein betrifft eine ziemlich Bruchlandung. Ein Trend, der sich seit ein paar Jahren durch die Weinkeller zu ziehen scheint, ist der Mosel-Chardonnay. So auf den ersten Blick hab ich das nicht verstanden, also mussten die einfach alle probiert werden. Aufgegeben habe ich das erst, als mir der zweite Trend aufgefallen ist: Extreme Ertragsreduzierung. Klingt erstmal teuer – aber wie klingt: Vinum Mosella? Auch ein toller Wein, aus dem Weingut Clemens, das gleichzeitig die Neuentdeckung der Pfingsttour war. Eigentlich nur als Zwischenstop für die obligatorische Kartoffelwurst geplant, gab es für den Chef hier auch noch Crepes mit Lachsfüllung und Krautsalat – mein kulinarisches Highlight des Wochenendes. Das Ambiente dort – wir saßen auf Barhockern aus Baumstämmen an einem alten Weinfass in der Abendsonne – hat dieses Erlebnis schließlich abgerundet. Den Abend beschlossen hat dann das Vater-Sohn-Schweine-Hüftsteak-im-Speckmantel. Völlerei.

Auf den anderen Tellern seht ihr noch die schon angesprochenen Tortellini in Riesling-Sahne-Sauce, einen Laugenzopf mit Kräuterschmand und Scholes – ein traditionelles Gericht von der Mosel, das ich seit frühster Kindheit nicht mehr angerührt habe und vorerst auch nicht anrühren werde. Stellt euch das mal als riesigen, gebackenen Reibekuchen vor. Vielleicht wär das was für Tom, der backt ja gerne große Sachen ;-)

Falls ihr noch nicht an der Mosel wart und jetzt drüber nachdenkt, das dringend nachzuholen: Diese Offene Weinkeller Geschichte ist die ideale Einstiegsdroge und wird eigentlich in jedem Ort im Frühjahr bzw. Frühsommer zelebriert. Danach kommen die Hoffeste (auch nett) Straßenfeste (noch Ok, aber schnell stressig und überlaufen) und die großen Weinfeste (wem das Oktoberfest gefällt: viel Spaß, mich trifft man dort nicht). Gleiches gilt wahrscheinlich genauso für alle anderen Weinregionen, oder wie ist das bei euch so?

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