Archiv für die 'Groovy Food' Kategorie

Farfalle mit Erbsen, Chili, Speck und Minze

Der Sommer gibt nochmal Gas dieses Wochenende. Grund genug eines unserer liebsten Sommergerichte auf die Tageskarte zu setzen. Erbsen gibt´s noch auf dem gut sortierten Wochenmarkt, Chilis haben grade Hochsaison und Minze steht doch heutzutage auf jedem Fensterbrett.

Hart chillen ist dieses Wochenende nochmal angesagt, alles andere kann liegen bleiben für die dunklen, nebligen Herbsttage. Am besten gleich heute das Nötigste einkaufen, Samstag morgen (früh!) auf den Markt, vielleicht noch ne Limo machen, Eis, am frühen (die Sonne ist um sieben weg) Abend den Grill anfeuern und die letzten Kohlen verfeuern, eingefrorene Würste und Steaks aufbrauchen und im Weinkeller Platz für den Roten machen. So schön wird´s erst wieder nächsten Herbst. Deshalb gilt für den Sonntag ein ähnliches Programm. Länger schlafen, länger frühstücken, gerne mit gutem Sekt und dann leicht beschwipst in den Tag schunkeln. Und wehe ich erwische einen beim Rasenmähen!

Farfalle mit Erbsen, Chili, Minze und Speck

Die Farfalle kann man dann immernoch am Montag machen – ich schick nur heute schonmal das Rezept raus, damit ihr das auf den Einkaufszettel packen könnt. Für den Fall, dass das Bild noch nicht Motivation genug ist: Erbsen und Minze – müssen wir nicht drüber sprechen. Ei und Sahne gehen eine üppig cremige Liason mit den Farfalle ein, die in jedem Winkel Platz dafür haben. Würziger Speck und scharfe Chilis, dazu noch ein Glas Rose – wenn ich´s mir recht überlege vielleicht doch was für Sonntag Abend…

Minze

Rezept für Farfalle mit Erbsen, Minze und Speck

Frei interpretiert aus Chili. Die andere kulinarische Bibliothek mit über 80 Rezepten Für 4 Personen:

  • 500g Farfalle
  • 150g Erbsen
  • 2 Eier (L)
  • 200ml Sahne
  • 1 Chili
  • Salz
  • 12 Scheiben Speck
  • 2 Zweige Minze
  • geriebener Parmesan
  1. Die Farfalle in reichlich Wasser nach Packunsanweisung bissfest kochen. Gut 2 Minunten vor Ende der Garzeit die Erbsen ins Nudelnwasser geben und mitblanchieren.
  2. Die Chili entkernen und fein hacken. Mit Sahne und Ei verquirlen und Salzen.
  3. Speck in Streifen schneiden und in einer großen Pfanne knusprig braten.
  4. Die Erbsen-Farfalle abgießen und kurz unter kaltem Wasser abbrausen. Etwas, was ich unter anderen Umständen nie tun würde. Mischt man aber die noch sehr heißen Nudeln direkt mit der Sahne-Ei-Mischung, gerinnt diese sofort und das Gericht sieht aus wie Nudeln mit Rührei.
  5. Die Erbsen-Farfalle zum Speck geben und die Sahne-Ei-Masse unterrühren. Vorsichtig erhitzen und rühren, bis die Sauce merklich eingedickt, aber noch nicht geronnen ist.
  6. Minzeblätter in feine Streifen schneiden und über die Farfalle geben, mit geriebenem Parmesan bestreuen.
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Kürbis-Guacamole und Rote Bete Chips

Ein gut gemeinter Ratschlag, den man Übergewichtigen gerne mit auf den Weg gibt ist: Belohne dich nicht mit Essen, du bist schließlich kein Hund.

Funktioniert super bei mir, wie die meisten gut gemeinten Ratschläge. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle ob es ein guter Tag war, voller Erfolge, abgehakter Todos und glücklicher Ehefrau. Oder ein Tag, verschwendet auf Facebook und den geteilten Weiten des Netzes. Es muss nicht mal jemand mit der Tüte Nachos vor meiner Nase herumwedeln, nicht mal ein Knistern braucht es: Manchmal schlägt die Junkfood-Amnesie einfach unangekündigt zu – dann brauche ich zwei Avocados und rühre als Alibi eine Guacamole zusammen (gesund) und ersäufe eine Tüte überwürzter, glutamatverseuchter Chips darin.

Kürbis-Guacamole und Rote Bete Chips

Neulich in meiner (imaginären) Entzugsklinik – die meinen es da auch alle nur gut – saßen wir im Kreis und haben uns von tollen Rezepten erzählt, gesunde Alternativen und so. Knäckebrot, vegane Linsencreme, Verzicht ganz allgemein und ich dachte mir: Alter, so kann das doch nicht weitergehn. Ich hatte Glück: Zwei Bier lagen in der Null-Grad-Schublade. Aber keine Chips und wenn man mal spontan perfekt gereifte Avocados braucht… Aber ein Kürbis lächelte mich mit seiner eingeritzten Fratze an und ich spürte langsam, wie ich der Junkfood-Amnesie Herr werden könnte. Matscht man einen gegarten Kürbis zusammen, hat er die Konsistenz einer reifen Avocado – und das so schnell (ca. 15 Minuten) und oft und zu jeder Tages- und Nachtzeit, wie man’s eben braucht. Fehlten nur noch die Chips, und alles, was vom Vorrat in dünne, runde Scheiben geschnitten werden konnte waren: Rote Bete. Dank der lieben Dani, einer unerschöpflichen Quelle kreativer, frischer Rezeptideen, wusste ich auch schnell, wie aus der roten Knolle knusprige Ersatzbefriedigung wird:

Rezept für Kürbis-Guacamole und Rote Bete Chips

Für Zwei zum Knabern

  • 5 Knollen Rote Bete, geschält
  • 3 EL Olivenöl
  • Meersalzflocken
  • 1/2 mittelgroßer Kürbis (z.B. Hokkaido)
  • 2 Tomaten
  • 1 Schalotte
  • 2 Knoblauchzehen
  • 6 EL Olivenöl
  • 2 EL Tomatenessig (alternativ milder Weißweinessig)
  • Pfeffer, Salz, Kreuzkümmel, geräucherte Paprika
  1. Die Rote Bete in möglichst dünne Scheiben schneiden. Meine waren vermutlich etwas zu dick, was die Garzeit auf gefühlte 3 Stunden verlängerte. Hier sind weiter Experimente von Nöten. Das Endergebnis hat aber überzeugt und war die Zeit wert.
  2. Ofen auf 140 Grad Umluft vorheizen.
  3. Rote Bete mit dem Olivenöl mischen, so dass alle Scheiben mit Öl überzogen sind.
  4. Scheiben auf 2 Backbleche verteilen und im Ofen ca. 30 Minuten garen. Die Ränder der Bete kräuseln sich nach oben, es sollte keine Flüssigkeit mehr darauf stehen. Richtig knusprig werden sie erst beim trocknen. Ich habe meine Rote Bete dann bei niedrigerer Temperatur (100 Grad) und einem Spalt offener Ofentür getrocknet. Das hat eine gute Stunde gedauert.
  5. Ofen wieder auf 200 Grad hochfahren.
  6. Den Kürbis in der Zwischenzeit in ca. 4cm große Würfel schneiden, auf dem Backbleck verteilen und ca. 15 Minuten garen, bis die Würfel weich sind.
  7. Kürbiswürfel mit Tomaten, Knoblauch, Essig und Öl grob pürieren.
  8. Schalotten fein würfeln und unterheben.
  9. Mit den Gewürzen abschmecken.
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Mirabellen und Ingwer (Burger & Cocktail)

Liebe Damen,

möglicherweise teile ich heute ein großes Geheimnis mit Ihnen – nicht nur Sie haben oft nichts zum Anziehen. Auch wir Männer (insbesondere die mit einem Leibesumfang, den verschiedene Modeproduzenten bereits als zu üppig für ihre Kollektion befinden) stehen oft ratlos vor dem zugegebenermaßen überschaubareren Angebot der heimischen Garderobe. Wir neigen dann zu Impulskäufen, die bei eingezogener Wampe vor´m Hohlspiegel die Problemzonen nicht zur Geltung bringen und feiern dies mit Burger auf dem Heimweg und einem feinen Cocktail vor’m zu Bett gehen. Das böse Erwachen folgt dann bereits am nächsten Morgen, wenn der Hosen- oder Hemdknopf wegen aufgeschwämmtem Körper nicht mehr schließen will und neues Oberkleid ungetragen zu einer Reihe anderer Kleidungsstücke wandert, was nichts macht, da Mann sowieso in den nächsten Wochen mehrere Kilos verlieren wird, was in Wirklichkeit natürlich nicht passieren wird.

Dann aber, und ich schwöre es fühlt sich an wie Weihnachten und Geburtstag an einem Tag, entdeckt der Freund vom Schwager eines Arbeitskollegen ein neues Outlet mit gut geschnittenen, modischen Oberhemden bis Größe 48 und man fährt hin, kauft sich in einen Rausch und ist für viele Monate versöhnt mit dem Kleiderschrank, so denn Mutti alles zeitnah gebügelt kriegt. (Und glauben Sie mir, die bügelt auch, wenn bügelfrei darauf steht!)

Burger mit Mirabellenkompott

Die beiden Gerichte aus diesem Beitrag sind ebensolche Volltreffer, geschmacklich, und wie ich finde auch optisch. Ähnliche Ebbe wie im Kleiderschrank herrschte die letzten Wochen in der Hausbar. Ein Besuch bei Lars in der Destillerie Kohler, die er zusammen mit seinem Großvater Eberhard Kohler betreibt, endete in einem äußerst kurzweiligen Nachmittag inkl. Brennereiführung und ausführlicher Verkostung. Eine meiner liebsten Spirituosen der beiden Herren ist der Ingwer, der sich vielseitig in Mixgetränken und besonders beim Kochen verwenden lässt. Am Samstagmorgen bin ich bei meinen Markt-Omis noch zu ganz tollen Mirabellen gekommen, aus denen ich dann am Sonntag ein süßes Kompott gekocht habe. Ein genaues Rezept kann ich dazu nicht aufschreiben, aber es waren ungefähr 1.5 Kilo Mirabellen, die Frau Hansen und ich in mühevoller Kleinarbeiten entkernten und würfelten (ich wollte es gleichmäßig stückig). In einem großen Topf habe ich den Boden mit Zucker bedeckt, diesen karamelisieren lassen und mit Weißwein abgelöscht. Die Mirabellen darin zusammen mit einer Zimtstange, Sternanis und Ingwer weich gekocht und am Ende noch mit Zitronensaft und 2EL des Ingwerschnaps abgeschmeckt. Das ist so lecker, dass ich kurz überlegte mein Leben ab sofort der Herstellung und dem Verzehr dieses Kompott zu widmen, aber die Mirabellensaison ist kurz…

Das Kompott, so süß es ist, macht sich dank seiner subtilen Schärfe auch sehr gut auf einem Burger – hier zusammen mit Ruccola, Speck, Bergkäse und etwas Gurke, die ich vor ein paar Wochen ganz klassisch eingelegt hatte.

So ein guter Burger braucht auch eine angemessene Begleitung, und da die Kombination von Ingwer und Mirabelle schon im Kompott so gut funktioniert hat, dachte ich mir, es müsse auch in einem Cocktail klappen und ich kann sagen – ich habe mich nicht enttäuscht.

Cocktail mit Bourbon, Ingwer und Mirabelle

4 Mirabellen entkernen und in einer Tasse zu Muß stampfen. Das Muß durch ein Sieb in ein Cocktailglas passieren. 4cl Bourbon und 2cl Ingwerschnaps dazugeben, mit Crushed Eis auffüllen, umrühren und einem Zweig Zitronenmelisse garnieren.

Bis zum 31.08. läuft noch mein Rezeptwettbewerb, bei dem es einen Kochkurs bei Andi und Franzi Schweiger inkl. Anfahrt und Übernachtung im Wert von 1000€ zu gewinnen gibt!

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Zwetschgen und Pflaumen – Menü mit Gewinnspiel

Heute widme ich mich voll und ganz dem Thema Zwetschgen und Pflaumen, dem beliebten Saisonobst, das ihr im Moment an schwer tragenden Ästen in vielen Gärten hängen seht. Oft liegt auch schon einiges davon am Boden – klingelt doch mal beim Besitzer, ich bin sicher er freut sich, wenn ihm jemand etwas davon abnimmt. Wenn er nicht möchte, könnt ihr ihm immernoch diesen Artikel, ausgedruckt (vielleicht hat er kein Internet) geben und zeigen, dass aus Zwetschgen und Pflaumen mehr entstehen kann, als Streuselkuchen.

Zusammen mit der Initiative “Deutschland – Mein Garten.“, die im Auftrag der Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse e.V. (BVEO) über die vielen Frische-, Qualitäts- und Umweltvorteile von deutschem Obst und Gemüse informiert, darf ich euch heute einen Rezept-Wettbewerb rund ums beste Pflaumen- und Zwetschgenrezept vorstellen. Denn in diesem Sommer erwartet uns aufgrund des milden Winters eine ganz besonders gute Ernte. Das Steinobst kommt noch bis Mitte Oktober frisch auf den Teller. Dank seiner Vielseitigkeit lässt sich gut ein ganzes Menü daraus zubereiten. Darum haben wir uns gedacht, Chef Hansen übernimmt schonmal den harten Part und präsentiert Vorspeise & Hauptgang, damit die lieben Leser sich voll und ganz auf ihr Lieblingsthema, die Nachspeise konzentrieren können. Der Gewinner darf zusammen mit einer Begleitperson die Kochschule von Andi und Franzi Schweiger, den Botschaftern der Kampagne, besuchen. An- und Abreise, sowie Übernachtung sind ebenfalls Teil des Gewinns. Details zu den Teilnahmebedingungen findet ihr am Ende des Artikels.

Zwetschgen

Bei den Zwetschgen und Pflaumen ist es ganz ähnlich wie in einem typischen Hunsrückdorf – irgendwie sind alle miteinander verwandt. Zunächste gibt´s da die Pflaumen, die waren schon immer da. Groß und rund, süß und saftig hängen sie an stolzen Bäumen. Über die Jahre haben sie sich fortgepflanzt und andere Sorten sind daraus entstanden: Die eher grünlichen Renekloden und die sehr beliebten, kleineren, supersüßen gelben Mirabellen aus denen nicht nur im Hunsrück mit Vorliebe Schnaps gebrannt wird. Und dann gibt´s da noch die Zwetschgen als weitere Unterart der Pflaumen. Nie wirklich aus dem Schatten der Pflaume getreten, etwas kleiner, aber dank ihrem eher süß/sauren Geschmack vielseitiger zu verwenden. Der Wassergehalt von Zwetschgen ist außerdem geringer als der von Pflaumen, weshalb sich die Zwetschge besser zum Backen eignet.

Für meine Vorspeise wollte ich Pflaumen in Speck wickeln – so wie man es sonst mit Datteln macht. Die Zwetschgen karamelisieren schön unter der Hitze und die Süße sollte einen würzigen Partner bekommen. Viele Menschen entscheiden sich aus nachvollziehbaren Gründen dafür, auf Fleisch zu verzichten – auf würzig-süße Zwetschgen am Grillspieß sollen sie aber nicht verzichten müssen, weshalb ich auch noch einige der Steinfrüchte mit Ziegenkäse gefüllt und in Zucchinischeiben gewickelt habe. Darüber hinaus darf man bei Grillspießen immer kreativ sein, weshalb sich auf meinen auch noch Paprika, würzige Hackbällchen, Schweinefleisch, Brokkoli und Frühlingszwiebeln finden. Hier geht´s zum Rezept.

Zwetschgen im Speckmantel, oder mit Käse gefüllt und in Zucchini gemantelt.

Bei der Hauptspeise habe ich mich ein bisschen ausgetobt. Schon lange habe ich nach einem Gericht gesucht, zu dem ich Kardamom-Karotten machen könnte ;-) Die Karotten schmoren in ihrem eigenen Saft, nur zusammen mit etwas Ahornsirup und frisch gemörsertem Kardamom. Dazu gibt es Entenbrüste, die ich mit Zwetschgen, Schwarzbrot, Chili und Speck gefüllt habe. Neben den ganzen kräftigen Aromen kam mir Schwarzbrot am sinnvollsten für die Füllung vor und ich habe das keinen Bissen lang bereut. Sollte ich mehr mit machen. Getoppt wurde dieser Teller mit einer Pflaumen-Portwein-Sauce, die auch wieder kräftig genug war um neben diesen ganzen Power-Aromen zu bestehen, aber auch gut zu anderen Fleischgerichten passen wird. Schaut euch das Rezept an.

Gefüllte Entenbrust mit Pflaumen-Portwein-Sauce und Kardamom-Karotten

Die Teilnahmebedingungen:

  • Als Rezept soll ein Dessert-Rezept eingereicht werden, das möglichst gut zu den beiden Rezepten in diesem Artikel passt.
  • Jeder Teilnehmer darf ein Rezept ins Rennen schicken. Aufgerufen sind ausdrücklich nicht nur Blogger, sondern alle Leser. Die Rezepte erreichen mich entweder über einen Kommentar zu diesem Artikel mit Link zum eigenen Rezept, oder per E-Mail (alex@chefhansen.de).
  • Für die Blogger-Kollegen gilt: Keine Rezepte aus dem Archiv, denkt euch was neues aus ;-)
  • Das Mindestalter beträgt 18 Jahre und die Teilnehmer müssen in Deutschland leben.
  • Angehörige der BVEO, fischerAppelt und chefhansen.de sind von der Teilnahme ausgeschlossen.
  • Das Rezept muss nachkochbar sein, denn ich werde aus allein Einreichungen die 3 Rezepte auswählen, die mir persönlich am Besten gefallen, alle 3 nachkochen und von einer unabhängigen Test-Jury bewerten lassen.
  • Der Gewinner wird von mir per E-Mail benachrichtigt (und in einem Artikel vorgestellt, in dem die 3 von mir nachgekochten Rezepte vorgestellt werden), die weitere Abwicklung des Gewinns (Terminabsprache, Reisebuchung…) läuft über die begleitende Agentur fischerAppelt
  • Abgabeschluss ist der 31.08.2014 23:59

Ich freue mich sehr euch diesen Wettbewerb in Zusammenarbeit mit der BVEO präsentieren zu dürfen und bin gespannt auf viele kreative Rezepte. Mehr Informationen, hilfreiche Tipps und viele Rezepte rund um Obst und Gemüse aus Deutschland findet Ihr auf der Website von “Deutschland – Mein Garten.” (Link) oder auf facebook (Link) oder Pinterest (Link)

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Gefüllte Entenbrust mit Pflaumen-Portwein-Sauce und Kardamom-Karotten

Hier wird´s filigran – und herzhaft. Eine Füllung aus Zwetschge, Schwarzbrot, Speck und Chili – knusprige Entenbrust und herrlich süßliche Karotten an einer Pflaumen-Portwein-Sauce. Großes Geschmackskino und garnicht mal so aufwändig.

Gefüllte Entenbrust mit Pflaumen-Portwein-Sauce und Kardamom-Karotten

Für die Entenbrüste:

  • 2 Entenbrüste a 350g
  • 1 Scheibe Schwarzbrot (ca. 60g)
  • 3 Scheiben Bacon
  • 1 Chili
  • 150g Zwetschgen
  • 1 Ei Größe L
  • 1/2 TL Pimenton de la Vera
  • Schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  1. Die Entenbrüste waschen, trockentupfen und die Fettschicht in einem Raster von ca. 0,5cm einschneiden. Dabei darauf achten, nicht bis ins Fleisch zu schneiden. Zwischen Fleisch und Haut ist eine dünne helle Membran – diese auf keinen Fall durchtrennen. Auf der Rückseite erst längs einen 1 cm tiefen Schnitt setzen und vor dort aus rechts und links einschneiden, so dass zwei Taschen entstehen.
  2. Zwetschgen entkernen. Die Zwetschgen haben auf einer Seite eine leichte Kerbe, wenn Sie dort einschneiden erwischen Sie denn Kern an seiner schwächsten Stelle und können ihn in der Regel sehr einfach entfernen. Die Chili längs halbieren und das Kerngehäuse entfernen. Zwetschgen, Schwarzbrot, Bacon und Chili fein hacken. Masse mit dem Ei vermischen und mit Pfeffer und Paprikapulver würzen.
  3. Masse in die Taschen der Entenbrust füllen, die Taschen überlappend schließen und zunächst mit zwei oder drei Zahnstochern fixieren. Nun die Entenbrüste wie einen Rollbraten binden und die Zahnstocher wieder entfernen.
  4. Die Entenbrüste zunächst auf der Hautseite 5 Minuten lang kräftig anbraten. Dann von der anderen Seite 2 Minuten weiterbraten und im Ofen bei 120 Grad 10-12 Minuten gar ziehen lassen. Die Entenbrüste sollten rundherum angebraten sein, um so viele Röstaromen wie möglich ans Fleisch zu bringen. Die Fettschicht sollte komplett durchgegart sein, dann ist sie am knusprigsten.

Hinweis: Wenn Sie´s gerne etwas schärfer mögen, hacken Sie die Chili zusammen mit dem Kerngehäuse.

Für die Sauce:

  • 300g Pflaumen, entsteint, geviertelt
  • 1 Schalotte, fein gewürfelt
  • 250ml Geflügelbrühe, auf 100ml reduziert
  • 100ml Portwein
  • 2 EL Zucker
  • Olivenöl
  1. Schalotten im Olivenöl in einem Topf andünsten. Mit dem Zucker bestreuen, karamelisieren lassen und mit Portwein ablöschen.
  2. Gefügelbrühe und Pflaumen dazugeben und weichkochen.
  3. Die Sauce durch ein Sieb passieren und möglichst viel Fruchtfleisch durch´s Sieb streichen. Bei Bedarf noch weiter einkochen und mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Für die Kardamom-Karotten

  • 500g kleine Karotten, z.B. Bundkarotten
  • 1 TL Salz
  • 1/2 EL Zucker
  • 4 Kapseln Kardamom
  • 3 EL Ahornsirup
  1. Die Karotten waschen, schälen mit Zucker und Salz vermischen und auf einem großen Teller oder in einer Schüssel 1 Stunden ziehen lassen.
  2. Karotten in einer großen Pfanne in neutralem Öl 3 Minuten lang rundherum anbraten.
  3. Den ausgetretenen Saft mit Ahornsirup mischen, Kardamom-Kapseln im Mörser zerstoßen und beides zusammen zu den Karotten in die Pfanne geben. Mit Alufolie (oder Deckel) abdecken und 10-12 Minuten schmoren.
  4. Karotten im Sirup in der Pfanne schwenken und mit der in Tranchen geschnittenen Entenbrust und der Sauce anrichten.
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