Spargelcremesuppe im Brottopf

Zuhause, an der Mosel, lieben wir deftige Gerichte. Wir schrecken auch nicht davor zurück einem deftigen Gericht eine noch deftigere Beilage zu verpassen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass zu jeder Mahlzeit (Frühstück in unkultivierten Familien ausgenommen) eine Flasche Riesling gehört. Viele Winzer sind, neben ihren edlen Tropfen, im Umfeld besonders für ihren Signature Dish bekannt, den sie eher auf den kleiner angelegten Hof- oder Straßenfesten servieren. Hier denke ich vor allem an den Lieserer Wingertspoal (Mehrzahl: Wingertspäähl, was wichtig ist, da es trotz der zunächst erschreckenden Ausmaße dieses Schweinenacken am Spieß nie bei nur Einem bleibt). Ebenso beliebt (bei mir) das Wintricher Winzersteak mit Bratkartoffeln oder (bei Frau Hansen) die Kartoffelwurst, die, versteht sich von selbst, nur am Fuße des Großen Herrgott auch entsprechend schmeckt. Zu meinen persönlichen Top Drei gehört aber statt der Kartoffelwurst eher das Kueser Gulasch im Brottopf. Da streite ich mich aber bis heute mit mir selbst, ob jetzt das Brot die Beilage ist, oder doch das (der?) Gulasch.

Spargelcremesuppe im Brottopf, Schnittlauchblüten und wo man authentische Streetfood Festivals feiert

Leider liegt das Straßenfest in Kues terminlich unpassend für meine jährliche Urlaubsplanung. Das sei aber kein Drama, wurde mir neulich versichert, da erstens die Veranstaltung ihren Kultstatus in der Region längst verloren hat und zweitens auf dem Lieserer (Lieserner?) Straßenfest neuerdings mit eigenem Gulasch im Brottopf gegen die Konkurrenz vom Poal aufgetreten wird. Da aber auf dem Weg dorthin noch Flammkuchen, Weincreme und Winzertapas die Konzentration stören und sicherheitshalber Platz für den zweiten Wingertspoal gelassen werden muss, habe ich beschlossen, mir meine eigenen Brottöpfe zu backen. Und da wir grade keine Gulasch- sondern Spargelsaison haben, gibt es eine Spargelcremesuppe dazu – oder den Brottopf zur Suppe. Ich kann mich wieder nicht entscheiden.

Spargelcremesuppe im Brottopf, Schnittlauchblüten und wo man authentische Streetfood Festivals feiert

Spargelcremesuppe im Brottopf, Schnittlauchblüten und wo man authentische Streetfood Festivals feiert

Ich bin großer Fan von Brotkruste und immer wieder froh, wenn wer anders am Tisch sein Gebiss schonen möchte. Deshalb sollte das Aushöhlen des Brottopfes auch keinen großen Verlust darstellen – doch Zehn Jahre Schwaben haben ihren Eindruck hinterlassen. Daher gibt es es als Einlage für die Suppe die schöne Brotkrume zu Croutons gebraten und die Krümmel koche ich einfach mit. Sie geben zum einen einen wunderbaren Geschmack, zum anderen binden sie die Suppe beim Pürieren perfekt ab. Die Spargelköpfe brate ich mit den Croutons in reichlich Butter an und so haben wir am Ende ein geiles vegetarisches Gericht, das auch noch Bombensatt macht.

Spargelcremesuppe im Brottopf, Schnittlauchblüten und wo man authentische Streetfood Festivals feiert

Und wer nicht längst schon selbst darauf gekommen ist, dem empfehle ich den Besuch eines Straßenfests in der Weinregion seiner Wahl – dort gibt es von Frühsommer bis in den Herbst hinein ein authentisches Street-Food Festival nach dem anderen. Garantiert ohne Eintritt, all zu langen Schlangen und den Wein meistens zum Selbstkostenpreis!

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Spargelcremesuppe im Brottopf
 
Vorbereitung
Kochzeit
Gesamtzeit
 
Ich habe mir für die Brotkörbe das Rezept von „Das Brot“, das ich auch irgendwann noch veröffentliche, halbiert und kleine Brote von ca. 450g Teigmasse gebacken. Beim Bäcker des Vertrauens gibt es oft auch kleine Feierabendbrote zu kaufen und wenn nicht, dann gibt’s eben Spargelcremesuppe aus der Brot-Schüssel!
Portionen: 4
Zutaten
  • 650g Weißer Spargel
  • 1L Geflügel- oder Gemüsebrühe (von der Besten, die die man für besondere Anlässe aufgehoben hat)
  • 150ml Vollmilch
  • 1 Schalotte
  • 1 EL Zucker
  • 2+2 EL Butter
  • 2+2 EL Traubenkernöl
  • Ein Glas trocken bis halbtrockenen Weißwein (Reste vom Vorabend)
  • Salz
  • Weißer Pfeffer
  • Milder, weißer Balsamessig (alternativ Zitronensaft)
  • 4 kleine Feierabendbrote
  • Schnittlauchblüten und Kerbel zur Dekoration
Anweisungen
  1. Den Spargel schälen, holzige Enden abschneiden oder abbrechen. Die Köpfe 6-7 cm lang abschneiden. Die restlichen Stangen groß längs zerteilen.
  2. Schalotte fein würfeln.
  3. Die Schalen in der Gemüsebrühe aufkochen und 20 Minuten köcheln lassen. Anschließend 40 Minuten in der heißen Brühe ziehen lassen.
  4. Jeweils einen Deckel von den Broten schneiden und die Brote aushölen. Crouton von 1,5 - 2cm Seitenlänge schneiden und die restliche Krume klein bröseln.
  5. EL Butter und 2EL Traubenkernöl in einem Suppentopf erhitzen und die Schalottenwürfel und Brotkrümel (nicht die Croutons!) hellbraun darin anbraten. Mit dem Zucker bestreuen, kurz karameliseren lassen und mit dem Weißwein ablöschen. Den Wein fast vollständig verkochen lassen.
  6. Brühe angießen, Stücke aus den Spargelstangen dazu geben und ca. 20 Minuten köcheln, bis der Spargel weich ist.
  7. Milch angießen, die Suppe fein pürieren und optional durch ein feines Sieb passieren. Mit Pfeffer, Salz und Essig abschmecken.
  8. EL Butter und 2EL Traubenkernöl in einer Pfanne erhitzen und die Spargelköpfe und Croutons darin rundherum kräftig anbraten und als Einlage in die Suppe geben.

Süßkartoffel Pancakes, die süßeste Versuchung seit Kartoffeln und Karotten Liebe machen

Süßkartoffeln sind eines dieser Gemüse, um das ich genauso einen weiten Weg wie um alte Rennräder, Rauschebärte, Nerdbrillen und den obersten Hemdkragen mache: Hipster. Die Süßkartoffel ist ein Hipstergemüse. Und schmeckt wie das Ergebnis einer Liebesnacht von Kartoffel und Karotte. Einer Hipster-Liebesnacht. Auf Hanf-Bettwäsche, im Schein einer flackernden Energiesparlampe mit einem fair gehandelten Kautschukkondom. Das dann blöder Weise gerissen ist. Jetzt hat aber mein schwäbischer Lieblingsgemüsehändler neuerdings Süßkartoffeln in der Auslage. Und als ich ihn in bester Pränzelschwäbinmanier gefragt habe, ob die denn auch Bio seien, hat er zweimal genickt. Also hab ich mir mal eine Probierknolle mitgenommen und ein paar Tage über einem Rezept dafür meditiert.

Süßkartoffel Pancakes mit Sirup von Schwarzer Johannisbeere

Pancakes: Das Geheimrezept für eine glückliche Beziehung

Zu den Geheimrezepten für die glückliche Beziehung zu meiner Frau gehören sicher auch meine Pancakes. Deshalb wird dies auch das erste Rezept sein, das ich meinem Sohn beibringe. Ich erkläre ihm jetzt schon regelmäßig, dass er darauf achtet, seine Mutter glücklich zu machen. „Der Rest kommt dann von alleine“ sag ich ihm und bilde mir ein, er hat das mit seinen vier Monaten schon kapiert. Gut, vielleicht schläft er auch einfach gerne, aber das ist nicht so wichtig. Denn Mama ist glücklich. Und auf der Welle reite ich gerne mit und mache der Liebsten zum Frühstück hin und wieder frische Pancakes. Selten gibt es die Pancakes mit Blaubeeren, regelmäßig mit Apfelscheiben und immer mit Ahornsirup (der isch au Bio, eh klar). Und während ich so über der Süßkartoffel meditierte, fiel mir ein, wie ich einst die Milch im Burger Bun Rezept mit püriertem Gemüse ersetzt habe. „Breaking News“: Funktioniert auch für Pancakes. Man muss höchstens noch mit etwas Milch strecken, da der Teig gerne etwas flüssiger sein darf. Und da in der Truhe langsam aber sicher Platz für neue Johannisbeeren gemacht werden sollte, müssen die vom letzten Jahr jetzt mal verkocht werden. Passt super und die Kombination Süßkartoffel, Tonkabohne und Johannisbeere behalte ich definitiv mal im Hinterkopf für zukünftige Schweinereien. Vielleicht muss ich mir das mit dem Rauschebart auch nochmal überlegen…

Süßkartoffel Pancakes mit Sirup von Schwarzer Johannisbeere

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Rezept für Süßkartoffel Pancakes mit Sirup von Schwarzer Johannisbeere
 
Vorbereitung
Kochzeit
Gesamtzeit
 
Portionen: 4
Zutaten
Für den Sirup
  • 1L Schwarze Johannisbeer Saft
Für die Pancakes
  • 2 Eier
  • 2 EL Zucker
  • 1 Prise Meersalz
  • 1 gekochte Süßkartoffel
  • 70-100ml Milch
  • ½ Tonkabohne
  • 200g Weizenmehl (Typ 550)
  • 2 TL Backpulver
  • 2 EL Butter & 2 EL Traubenkernöl zum Ausbacken
  • 2 Handvoll Schwarze Johannisbeeren zur Dekoration
  • Puderzucker
Anweisungen
Für den Sirup
  1. Saft in einer Topf geben, aufkochen und auf ein Zehntel (100ml) reduzieren.
Für die Pancakes
  1. Süßkartoffel schälen, je nach Größe vierteln oder achteln. Weich kochen und am Besten über Nacht offen im Kühlschrank stehen lassen.
  2. Eier, Zucker, Salz und Süßkartoffel in einer Schüssel verrühren. Die Süßkartoffel sollte so weich sein, dass sie sich einfach auflöst. Das funktioniert wegen dem geringen Stärkegehalt eigentlich sehr gut.
  3. Mehl und Backpulver mischen. Die halbe Tonkabohne mit einer feinen Reibe dazu reiben.
  4. ml Milch und nach und nach das Mehl unterrühren. Evtl. etwas Milch dazugeben bis sich ein relativ flüssiger Teig ergibt. Weniger flüssig als Pfannkuchen oder Crepes, aber flüssiger als ein Rührteig.
  5. Butter und Traubenkernsirup in einer großen Pfanne erhitzen und nach und nach Pancakes von ca. 10-12cm Durchmesser ausbacken. Im Backofen warm halten, bis der gesamte Teig ausgebacken ist.
  6. Mit Sirup, Zitronenmelisse und schwarzen Johannisbeeren verzieren.

Hamburger Buns – so lecker, man könnte das Fleisch fast weglassen

Seit zwei Jahren backe ich meine Brioche Burger Buns mit ein bisschen mehr Butter als Uwe und habe etliche Varianten mit Vollkornmehl und allem möglichen Gemüse (Kürbis & Kartoffel) durchprobiert. Lange habe ich mich in der Gewissheit gewogen: Ein besseres Rezept als für meine Brioche Burger Buns wird es nicht geben.

Die weltbesten Hamburger Buns - die Suche hat ein Ende

Hamburger Brötchen muss man selber backen!

Am selber Backen führt bei Burger Buns kein Weg vorbei. Angeboten werden nur unterirdische Imitate davon. In den Auslagen örtlicher Bäckereien: Ebbe. Und in einem schnöden Sesambrötchen möchte ich mir meine liebevoll gewolften Patties garnicht nicht vorstellen. Ein Restaurant- und Kochbuch-Kritiker, nennen wir ihn Onkel Jürgen, hat seinen ganz eigenen Schlussstrich unter dieses Thema gezogen: Ein Burger als Geschmackserlebnis sei undenkbar, schließlich besteht das Ding zur Hälfte aus Brot. Ich sage dazu: Dann muss das Brot so gut sein, dass man bei jedem bisschen denkt: Verdammt, ich liebe dieses süße, würzige Saucenschwämmchen. Deshalb ist jetzt die Zeit gekommen: Für mehr Butter im Bun. Mehr Vorteig, mehr Zeit, mehr Eier, Sauerteig und Übernachtungen im Kühlschrank.

Die weltbesten Hamburger Buns - die Suche hat ein Ende

Und dann soll dieses Rezept auch noch gesund sein?

Dank der Fähigkeit Brot zu backen, hat es der Mensch geschafft, sich den Nährwert von Gras nutzbar zu machen. Während die Kuh hauptsächlich aus einem komplizierten System von Fermentierungs-Säcken besteht, musste der Mensch hier kreativer sein und diese Fermentierung auslagern. Der Fermentierungsprozess lässt sich heute, dank Weißmehl und Zuchthefe, sehr vorhersehbar steuern. Was leider nicht so vorhersehbar ist, ist die Auswirkung die ein solches Turbobrot auf den menschlichen Körper hat. Dabei ist es vielen Meistern des Bäckerhandwerks klar: Das Hauptproblem bei ungesundem Brot besteht darin, dass das enthaltene Getreide nur unvollständig gekocht wird. Es ist das Resultat zu trockener Teige, die sich zwar leichter verarbeiten lassen, vom idealen Endergebnis aber sehr weit entfernt sind. Ein gesäuerter Teig regt außerdem den Speichelfluss an, der wichtigste erste Schritt für eine gute Verdauung. Ausführlicher beschrieben hat diesen Prozess Michael Pollan in seinem Buch Cooked (29,95€, Affiliate Link) als er von Chad Robertson lernte, was das perfekte Brot ausmacht. Und genau dieser Chad Robertson hat in seinem Buch Tartine Bread (38,22€, Affiliate Link) in aller Ausführlichkeit beschrieben, wie man zu genau diesem Brot kommt. Oder zu seiner Variante von Brioche Burger Buns, die, und damit ist dieses Thema nun auch für mich beendet, die allerbesten unübertreffbaren Burger Brötchen sind, die die Menschheit in den 6000 Jahren, in denen sie nun Getreide fermentiert und zu Brotlaiben backt, zustande gebracht hat.

Warnhinweis: Von Kneten kann ich bei diesem Teig eigentlich nicht sprechen. Vielmehr ist es ein Kampf Mann (besser: Küchenmaschine) gegen Brei, den ich aber bereits in der ersten Runde dank großzügig bemehlter Arbeitsfläche und gutem Werkzeug für mich entscheiden konnte. Bitte lest das Rezept aufmerksam durch, bevor ihr loslegt, dann könnt auch ihr die Herausforderung bestehen!

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Brioche Burger Buns aus Tartine Bread
 
Vorbereitung
Kochzeit
Gesamtzeit
 
Für mich unübertroffen. Sehr voller Geschmack, süß, aber nicht zu sehr. Einfach perfekt für jeden Burger. Zur Vorbereitungs- und Zubereitungszeit kommt noch eine Menge Gehzeit hinzu. Macht schonmal Platz im Kühlschrank ;-)
Portionen: 9
Zutaten
Für den Vorteig
  • 70g Wasser
  • 70g Weizenmehl Typ 550
  • 1g Trockenhefe (alternativ 2g frische Hefe)
Für den Sauerteig
  • 50g Weizenmehl Typ 550
  • 50g lauwarmes Wasser
  • ½ EL Sauerteigansatz
Für die Hamburger Buns
  • 350g Mehl Typ 550
  • 9g Salz
  • 42g Zucker
  • ½ Päckchen Trockenhefe (4g), alternativ 8g frische Hefe
  • 3 Eier L
  • 85g Milch
  • 155g Butter
  • Sauerteig
  • Vorteig
Zur Fertigstellung
  • 1 Ei
  • 2 EL Milch
  • 2 EL Mohn
  • 2 EL Sesam
Anweisungen
  1. Am Vorabend jeweils die Zutaten für den Vorteig und den Sauerteig mischen. Den Vorteig im Kühlschrank lagern, den Sauerteig am Besten im Keller. Kein Keller, kein Problem. Dann kommt der Vorteig ganz unten in den Kühlschrank und der Sauerteig nach ganz oben.
  2. Eine halbe Stunde bevor der Teig zusammen geknetet werden soll, die Butter aus dem Kühlschrank holen.
  3. In einer Rührschüssel das Mehl, Salz, Zucker und Hefe vermischen, Eier, Milch, Vorteig und Sauerteig dazugeben und auf niedriger Geschwindigkeit kneten, bis sich die Zutaten gut verbunden haben - ca. 3 bis 5 Minuten. Zwischendurch die Küchenmaschine anhalten und evtl. Teigreste vom Schüsselrand zum Teig schieben. 20 Minuten ruhen lassen.
  4. Den Teig für weitere 6-8 Minuten auf mittlerer bis höherer Geschwindigkeit kneten, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst.
  5. Die Butter in kleine Würfel schneiden und bei mittlerer Geschwindigkeit in den Teig kneten, bis dieser eine seiden Textur angenommen hat und keine Butterstückchen mehr im Teig zu sehen sind.
  6. Den Teig an einem kühlen Platz für 2 Stunden zur Gare stellen. Nach jeweils 30 und 60 Minuten den Teig in der Schüssel mehrfach falten. Dazu mit feuchten Händen oder einer Teigkarte unter den Teig fassen und diesen nach oben hin falten. Nach weiteren 60 Minuten nochmals falten.
  7. Nun können die Buns geformt werden, oder der Teig kommt nochmal für bis zu 24 Stunden in den Kühlschrank und wartet dort auf die finale Verarbeitung. Der Teig ist sehr robust und hält längere Pausen im Kühlschrank gut aus - nur an einem warmen Ort sollte er nicht zu lange stehen, da sich sonst die Butter beginnt zu verflüssigen.
  8. Der Teig ist sehr feucht und entsprechend klebrig. Geduld, gut bemehlte Hände und Arbeitsplatte sollten aber helfen die Herausforderung zu meistern. Um die Buns zu formen, neun 115g schwere Teiglinge abstechen und auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche geben. Der Teig wird sehr klebrig sein. Daher den Teigling eher länglich auf dem Mehl ausbringen und dann einmal falten. Dann ist er rundherum leicht bemehlt und lässt sich noch ganz gut bearbeiten. Den Teigling rund wirken und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben.
  9. Die geformten Buns nochmal 2 Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen.
  10. Ofen auf 220 Grad vorheizen. Ei mit Milch verquirlen und die Buns damit bepinseln. Mohn und Sesam auf die Buns streuen und 15-20 Minuten goldbraun backen.

Ich habe das Rezept, das Chad Robertson 1:1 auch für Brioche verwendet, auf neun Buns umgerechnet (und mit dieser Menge erfolgreich für euch getestet), da ich finde, dass neun Buns auf einem Blech einfach besser aussehen. Die Burger Buns lassen sich hervorragend einfrieren und ein Vorrat davon ist immer sinnvoll. Wie taut man Hamburger Brötchen wieder auf? Hervorragende Frage und einfach beantwortet: Sie tauen sehr schnell von alleine auf, einfach eine Stunde, bevor sie gebraucht werden aus der Kühltruhe nehmen, auf ein Gitter setzen und der Rest erledigt sich von alleine. Aufschneiden, auftoasten, belegen und glücksselig jeden Bissen genießen.

The Upcycler – powered by true fruits

Ha! Der Upcycler. Hat leider nichts mit Bergauf Fahrradfahren zu tun, obwohl das zu dieser Jahreszeit höchst angebracht wäre. Nicht dass ich mich so kurz vor Weihnachten wie eine Mastgans fühlen würde, aber es kommt der Sache schon sehr nahe. Weihnachtsfeiern, gehäufte Geburtstage der ganzen Karnevalskinder (hihi, einfach mal neun Monate zurück rechnen), Raclette hier, Käsefondue da und statt einfach mal nix zu essen, kann man sich ja vornehmen nach den Feiertagen weniger… Wie jedes Jahr, aber ich möchte den ganzen Gute-Vorsatz-Beiträgen nicht schon im Dezember vorgreifen.

The Upcycler ein süßer Burger

Seit zwei Jahren sind wir im Besitz eines Entsafters, mit dem wir auch so eine Art Upcycling betreiben. In seinem Schlund landen regelmäßig alle mögliche Gemüse und Früchte, die jetzt, sagen wir mal, nicht mehr die frischsten sind und in ihrer Ursprungsform angenehmes Mundgefühl vermissen lassen würden. Lecker Saft geben die aber immer noch und kombinieren lässt sich das nach Lust und Laune. Apfel, Karotte, Rote Bete, Ingwer? Kein Problem. Sogar aus Rotkohl kriegt der noch Saft raus, aber das ist auch eher wieder so ein Thema für Januar. Das erste was einem bei so einem Entsaftersaft auffällt, ist, wie süß das Ergebnis ist. Und das ganz ohne Zuckerzusatz. Da frage ich mich, was diese Saftfabrikanten außer dem ganzen Zucker, den die in ihren Saft kippen für’ Obst verwenden…?

true fruits upcycling deckel für flaschen

Etwas in der Art müssen sich auch die Jungs und Mädels von true fruits gedacht haben und beglücken uns nun schon seit einigen Jahren mit leckeren Smoothies, die aus nichts als Früchten und Liebe bestehen – garniert mit lustigen Sprüchen die mich regelmäßig daran erinnern das Leben nicht zu Ernst zu nehmen. Und wer großen Wert auf Zutaten legt, diese in Glas verpackt und sowieso total gut aussieht – was soll der dann noch Upcyclen? Den Deckel! Ha! Und das gleich doppelt, mit Streuer und Gießer. Eine Idee, die ich sehr gerne unterstütze und zu jedem Aufsatz eine Verwendungsmöglichkeit vorstelle, die sich dann auch noch in einem süßen Burger kombinieren lässt. Dem Upcycler, der sich in der Auswahl der Zutaten am Smoothie Purple orientiert. Die Aufsätze für euer True Fruits Leergut findet ihr dort im Shop.

Flaschen die auf süße Burger starren

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The Upcycler - Süße Burger
 
Vorbereitung
Kochzeit
Gesamtzeit
 
Portionen: 8
Zutaten
  • 8 Berliner ohne Füllung
  • 1 großer Apfel
  • Je ein Schälchen Himbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren
  • Bananensauce
  • Orangen-Minz-Zucker
Für die Bananensauce
  • 1 überreife Banane, am besten komplett braun, ohne gelbe Stelle (echt jetzt!)
  • 250ml Milch
  • 1 EL Speisestärke
  • 1 Ei
  • 2 EL Vanillezucker
Für den Orangen-Minz-Zucker
  • Schale einer Orange
  • 2 EL getrocknete Pfefferminze
  • So vie Zucker wie in eine leere true fruits Flasche passt
Anweisungen
Bananensauce
  1. Speisestärke in etwas Milch auflösen
  2. Banane schälen und alle Zutaten in einen Topfen geben und mit einem Pürierstab fein pürieren.
  3. Unter ständigem Rühren einmal aufkochen und bei niedriger Temperatur noch ein paar Minuten köcheln lassen.
  4. Abkühlen lassen, mit einem Trichter in eine leere true fruits Flasche abfüllen.
  5. Den Gießer aufschrauben. Ist im Kühlschrank drei Tage haltbar.
Orangen-Minz-Zucker
  1. Zucker abmessen.
  2. Schale der Orange auf ein Küchentuch reiben. Trocknen lassen.
  3. Alle Zutaten mischen, in eine leere true fruits Flasche füllen und den Streuer aufschrauben. Hält wahrscheinlich länger, als man sich mit dem Streuen zurückhalten kann.

Werbehinweis: Dieser Artikel bewirbt die Flaschenaufsätze von true fruits und verlinkt auf Webseite und Shop von www.true-fruits.com.

Spekulatiuswaffeln

Weihnachten wär ja komplett vertane Zeit, gäbe es weder Waffeln noch Spekulatius. Sonntagmorgens, da bin ich ehrlich, da lass ich mir Frühstück machen. Und dann lieg ich im Bett und lese auf Facebook, was ihr alle so getrieben habt, während ich aus der Küche die Frühstückseier im Topf klappern höre. Meistens steht da ziemlich langweiliges Zeug – AGBs abgelehnt, Danke für die Glückwünsche, Wetter (nicht) schön, Spaghetti mit Hackfleischsauce #soulfood und manchmal dann: Spekulatiusberliner mit Pflaumenmusfüllung. Unmöglich an etwas anderes zu denken, bevor der immer schlimmer aufwallende Heißhunger gestillt ist. Nur auf die Fettwanne hatte ich irgendwie keine Lust, weshalb´s statt Berlinern einfach Waffeln gab.

Spekulatiuswaffeln

Und statt Pflaumen haben wir die Waffeln mit Mirabellen und Vanille-Sahne genossen. So viele Mirabellen wie diesen Sommer habe ich noch nie gesehen (oder gegessen) und mir ein paar Gläser davon in den Winter gerettet. Das Rezept dafür habe ich leider nicht aufgeschrieben, braucht man aber grade auch nicht – gibt nämlich eh nächstes Jahr erst wieder welche. Und wer dann lieb fragt, wird auch mit einer Anleitung beglückt. Drin war auf jeden Fall Vanille, Zimt, Zucker und viel Liebe!

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Spekulatiuswaffeln
 
Vorbereitung
Kochzeit
Gesamtzeit
 
Frei nach einem Rezept aus Stephs Kuriositätenladen, dem sonntäglichen Vorrat angepasst. Für 2, zum Kaffee:
Portionen: 2
Zutaten
  • 75g Butter, Zimmertemperatur
  • ½ Würfel Hefe
  • 150ml Milch
  • 100g Rohrohrzucker
  • 50g Hagelzucker
  • 200g Mehl
  • 1 gehäufter EL Lebkuchengewürz
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
Anweisungen
  1. Milch leicht erwärmen, einen EL vom Zucker und den Hefewürfel darin auflösen und ca. 10 Minuten stehen lassen, bis es anfängt zu blubbern.
  2. Restliche Zutaten außer dem Hagelzucker mischen und zu einem geschmeidigen Teig kneten. Gut 30 Minuten abgedeckt gehen lassen.
  3. Hagelzucker in den Teig kneten und im heißen Waffeleisen Waffeln in beliebiger Größe ausbacken

Steph empfiehlt Perlzucker, statt Hagelzucker – wenn ich den mal irgendwo finde, probier ich das aus.

Für die Vanillesahne, Sahne mit Vanillzucker mischen, in den Isi füllen, laden und großzügig über Waffel oder Teller verteilen.