Weißwurstburger

Da hatte ich nicht mit gerechnet. Hätte ich mir aber denken können, dass sich an der Weißwurst die Geister scheiden. Die Kommentare schwankten zwischen Katzenfutter und Den will ich als Betthupferl. Weißwürste sind nunmal ein traditionsreiches Gericht. In Bayern werden sie nur vor 12:00 Mittags und stets mit Brezel und Weißbier serviert – und so gibt´s sie auch Mittwochs in unserer Kantine. Ohne das Weißbier – versteht sich. Meine erste Weißwurst hatte ich irgendwann im Studium, mit Weißbier – versteht sich.

Ein echter Klassiker in unserer Küche ist das Weißwurstgulasch – ein schönes, schnelles Winteressen, sahnig, würzig, Kräuter, Pilze… Mir ist also nix heilig, wenn´s um die (Weiß)Wurst geht. Deswegen hatte ich auch keine Berührungsängste mit den Weißwurstburgern, die ich aus Einfach kochen! von Ralf Zacherl nachgekocht habe.

Nachdem Simone ihre Burger mit Rote Beete Relish präsentierte und auch Steffen sich mit seinem (wirklich!) perfekten Burger zu Wort gemeldet hat war es auch im Hause Hansen mal wieder Zeit. Eigentlich steht der perfekte Burger von Heston Blumenthal noch auf meinem Programm, aber ich hatte grade keine drei Tage für die Zubereitung übrig ;-)

Da kommen die Burger von Hr. Zacherl schon besser. Für je einen Burger braucht man:

1 Laugenbrötchen
1 Weißwurst
50g Brät (nach Zacherl fertig gewürzt vom Metzger, bei Chef Hansen Hackfleisch, gewürzt und püriert)
1 EL süßer Senf
Senfgurke
Salat

Die Weißwurst wird geschält, in feine Würfel (0,5cm) geschnitten und mit dem Brät gemischt. Ofen auf 140 Grad vorheizen. Aus der Fleischmischung wird dann eine Bulette geformt und von jeder Seite 2 Minuten in schäumender Butter angebraten. Dann geht´s für 10 Minuten ab in den Ofen, 5 Minuten vor Schluss kommen die Laugenweckle dazu.

Die Laugenweckle aufscheiden, Deckel mit dem Senf bestreichen. Die Bulette auf die Unterseite geben, mit Senfgurke und Salat belegen, zuklappen und heiß servieren – dazu passt sehr gut ein Weißbier ;-)

Ich schwör, das schmeckt. Man muss sich natürlich darauf einlassen und die bestehenden Erfahrungen mit Weißwürsten mal kurz ausblenden. Die Kombination von Laugengebäck, Weißwurst und süßem Senf ist ja bekannt und beliebt. Gibt dem Weißwurstburger eine Chance!

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10 Antworten auf “Weißwurstburger”


  • Ich mag ja Weißwürste, auch nach Highnoon ;-) mit Haut, aber ohne den papp-süßen Senf. Nur Hamburger mag ich gar keine. Meinen ersten und letzten Hamburger aß ich 1971 in Bad Cannstatt, als dort der erste (?) McDonalds in Stuttgart eröffnet wurde. NIE wieder…auch keine aus Weißwurst, die aussehen, wie Katzenfutter ;-) Aber Dein Weißwurstgulasch könnte mich reizen…das werde ich mal ausprobieren. In der Familienkochtradition gibt es bei uns schon ewig ein Würstchengulasch mit Roter Wurst….

  • Also bei mir bekommt er auf alle Fälle eine Chance… und das Weißbier natürlich auch!

  • Ich mag schon Weißwurst, vorzugsweise aber sehr spät abends nach dem Genuss größerer Mengen Alkohol, darunter auf gar keinen Fall Weißbier! ;)

    Aber dieser Burger und seine Optik… Ich finde, mit Katzenfutter hat es da jemand sehr gut mit Dir gemeint. ;)

  • Als Betthupferl?? Wer sagt denn SOWAS? Höhö… ;-)
    Aber ich bleibe dabei! Ich liebe einfach Laugengebäck und Weißwürste mag ich auch gerne, für mich ist das sehr nachmachwürdig. Da hat man dann sozusagen geballte Deftigkeit to go.

  • Jetzt noch die Brötchen selberbacken und es ist perfekt. ;-)

  • Bei uns gibt es auch ein Winter-Würstchen-Gulasch-Rezept. Nicht mit Weißwurst. Da bin schon zuweit nördlich über eben diesen Äquator. ;-)
    Wobei ich die bayrische Weißwurst-Tradition schon sehr mag. Mein Liebster noch mehr…. Vorallem das Bier dazu ;)

  • Haha, sehr gut! Ich würde ihn essen, obwohl ich glaub ich noch nie eine Weißwurst gegessen habe… oO

  • @Margit Mit Haut? Bei unserem traditionellen Firmen-Weißwurst-Frühstück hat auch mal Einer die Wurst mit der Pelle gegessen – der musste sich dann so Fragen anhören, wie “Isst du die Brötchen auch mit der Tüte?” McD macht doch keine Burger!? Würstchengulasch klingt super – ich hab noch ein Würstchen-Chili im Programm.

    @Sylvia Prost!

    @AT Welchen Wein empfiehlst du zur Weißwurst?

    @Christina Ich könnte nen Weißwurstburger-Stand aufmachen – WWB to go!

    @Zorra Ich hab mir dein Rezept gebookmarkt!

    @Anie Auch auf die Gefahr hin es damit endgültig auf die Spitze zu treiben – alkoholfreies Weißbier geht auch gut dazu ;-) Also nur damit es dafür auch für niemanden mehr Ausreden gibt!

    @Thally ;-) Bei mir hat es auch ein paar-und-zwanzig Jahre gedauert, bis ich mich zur Weißwurst durchgerungen habe… Aber an der Weißwurst führt kein Weg vorbei!

  • @Alex
    Der Vergleich hinkt. Die Haut des Brötchens ist die Rinde und nicht die Tüte ;-)
    Und die Rinde des Brötchens esse ich natürlich auch mit. Ausserdem direkt unter der Haut sitzen die meisten Vitamine ;-) ))

  • Das ist jetzt Auslegungssache – wer würde denn überhaupt in Betracht ziehen (ich meine jetzt ausschließlich Menschen mit Zähnen) ein Brötchen ohne die Rinde zu essen!? Aber genau wie bei der Weißwurst erst die Hülle weg muss, um an das Gute ranzukommen, verhält es sich bei der Brötchentüte. Der Spruch mit den Vitaminen gefällt mir sehr gut ;-)

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