Beef-Curry mit Gurkensalätchen

Schon wieder der Hansen! Macht aber nix, meine therapeutische Blog-Woche wird durchgezogen. Kochen, Essen, Bloggen, Schlafen – hat schon fast was meditatives und wirkt auch langsam. Der Koch-Entzug vom letzten Wochenende ist schon fast verkraftet. Jetzt bin ich sogar gut gelaunt und das liegt nicht am Wein, da hab ich grade erst den ersten Schluck genommen. Nein, das Beef-Curry war so lecker ;-)

Das Rezept ist (schon) wieder aus der aktuellen e&t (März 2011). Ein bisschen enttäuscht war ich davon schon, aber ich hab´s angepasst und es sollte jetzt in Ordnung sein. Eine Stunde lang marinieren bringt ja nu nicht viel und so hab ich das Fleisch gestern Abend schon eingelegt. Hat ihm auf jeden Fall gut getan. Besonders albern an diesem Rezept fand ich allerdings die Verwendung von Säften, die die e&t Versuchsküche leidenschaftlich kreiert hat… Ja genau. Aber Saft machen kann ich auch selber – daran soll´s nicht scheitern. Konnte ich auch endlich mal den KitchenAid-Entsafter ausprobieren. Der e&t Saft für “asiatische Gerichte” ist eine Mischung aus Apfel, Ananas und Mango. 300ml werden gebraucht – dafür habe ich eine halbe Ananas, zwei Äpfel und eine Mango benutzt:

Außerdem braucht man für´s Beef-Curry:

1/2 TL Kardamom
1 TL Koriandersaat
1/2 EL Fenchelsaat
1 TL Kreuzkümmel

150g Möhren (2 Möhren)
30g frischer Ingwer
150g Zwiebeln (3 Kleine)
1 rote Chilischote

500g Rindfleisch (z.B. aus der Schulter)
300ml Rinderfond
300ml Saft
1 Lorbeerblatt
4EL Olivenöl
Pfeffer, Salz

200g Salatgurke (oder halt einfach ne Ganze…)
5 Stiele Minze

1. Aus Kardamom, Koriander, Fenchel und Kreuzkümmel die Curry-Gewürzmischung herstellen. Dazu alle Kräuter im Mörser fein zerstoßen. Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden, mit der Gewürzmischung bestreuen und zugedeckt über Nacht in den Kühlschrank stellen.

2. Möhren, Ingwer und Zwiebeln schälen und fein würfeln.

3. Fleisch salzen. Olivenöl in einen heißen Topf geben und Fleisch darin (evtl. portionsweise) kurz und scharf anbraten. Ist der Topf zu klein sammelt sich zu viel Flüssigkeit und das Fleisch wird nicht gebraten sondern gekocht – das wollen wir nicht ;-) Das Fleisch kommt dann sowieso erstmal wieder auf Seite, da macht das portionsweise Braten nix aus.

4. Ist das Fleisch fertig gebraten und auf Seite gestellt nochmal nen Schluck Olivenöl in den heißen Topf geben und das Gemüse darin glasig dünsten. Fond und Saft angießen, Fleisch und Lorbeerblatt dazugeben, Deckel drauf und ca. 1:30h schmoren.

5. Salatgurke waschen, längs halbieren und mit einem Teelöffel entkernen. Grob raspeln. Minzblätter abzupfen, fein schneiden und mit der Gurke mischen. Abdecken und kalt stellen.

6. Beef-Curry abschmecken – ich hab noch ordentlich gesalzen, ein wenig Soja-Sauce und etwas Extra-Curry dazugegeben. Beef-Curry mit Gurken-Minz-Topping servieren.

Für´n Abendessen vielleicht ein bisschen aufwendig – aber ich sag ja: Therapie ;-)

Share

6 Antworten auf “Beef-Curry mit Gurkensalätchen”


  • Liest sich lecker! Und hörma, DAS ist der Entsafter? Das Ding habe ich nämlich auch und bei mir kannste da nur pürieren oder fleischwolfen. Oder gibt´s da innendrin noch ein Gimmick, das ich mir einfach dazukaufen kann? Ich sehe schon, ich muss mich mehr mit meiner Küchenmaschine auseinandersetzen… ;-)

  • War lecker :) Ich glaub offiziell heißt das Teil auch Pürieraufsatz. Oben kommt das Obst rein, links läuft der Saft raus und vorne aus der Schnecke fallen dann die trockenen Überbleibsel raus. Ich würd mal sagen zum Pürieren sind die Löcher in diesem Trichter viel zu klein – könnte für Kartoffeln vielleicht funktionieren, aber hier lief echt nur Saft unten raus…

  • Au ha, ich bin prinzipiell ja ein riesen Curry-fan. Sei es thailändisch oder indisch. Das ist mir dann aber vielleicht doch zu fruchtig. Und wieso nehmen die Olivenöl zum anbraten? Oder ist das auf deinem Mist gewachsen? ;-) Ich mag da lieber die Variante mit Ghee, finde ich leckerer.

    Aussehen tut es aber trotzdem lecker und die Hauptsache ist ja das es geschmackt hat :)

    Gruß Tom

  • Jo, Hauptsache schmeckt und sieht gut aus :) Well, Olivenöl, hab ich jetzt garnicht groß drüber nachgedacht – vielleicht wollten die ihre Leser neben dem Saft nicht auch noch mit Ghee überfordern. Aber Danke für die Erinnerung, das wollte ich ja auch noch ausprobieren… Fruchtig war´s auf jeden Fall.

  • Aha, ich merk schon dein Kochentzugsdesaster vom Wochenende ist jetzt bald auskuriert! So soll’s sein! :-)

  • Jawoll, Frau Doktor! Heute mach ich noch Cupcakes und dann ist alles wieder gut!

Hinterlasse eine Antwort

eMail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren.
Auch möglich: Abo ohne Kommentar.