Wenn das Leben dir Zitronen schenkt…

…mach Zitronenkuchen draus. Wer eine Frau hat, die schon als Kind gerne Zitronen gelutscht hat, der kommt natürlich auch mit einem Zitronenkuchen immer gut an. Fool for Food ist der erste Foodblog, den ich regelmäßig gelesen habe und Claudia ist immernoch meine erste Adresse, wenn´s um besonders tolles Süßgebäck geht. Wie so oft bei Foodblogs hat mich auch bei ihr ein Bild so begeistert, dass ich den Zitronenkuchen darauf unbedingt nachbacken musste. Wer bei diesem Anblick von strahlend weißem Zuckerguss und knallgelben Zitronenzesten widerstehen kann mag entweder nix Süßes, oder muss einfach noch überzeugt werden. Dieser Kuchen gehört mittlerweile zu meinem festen Repertoire – grade am Wochenende finde ich es schön, wenn was zum Kaffee im Haus ist – deshalb war´s mal wieder Zeit für den Zitronenkuchen aus der Rose Bakery.

Glücklich, wer dann so wunderhübsche Zitronen wie diese findet. Versteht sich ja von selbst, dass man hier zu Bio-Zitronen greift, da die Schale von allen drei Früchten verarbeitet werden will. Ein bisschen unglücklich bin ich trotzdem immer, wenn auf der unbehandelten Schale unbedingt ein Bio-Aufkleber drauf sein muss, aber watt willste machen, Schale ordentlich abwaschen und es kann losgehen. Für das Topping schält Claudia eine Zitrone mit einem Sparschäler und schneidet die Schale in dünne Streifen. Diese werden dann kurz in einer Zuckerlösung (50ml Wasser & 50g Zucker) aufgekocht und abtropfen gelassen. Das kann man gut machen, wenn der Kuchen im Ofen ist.

 

5 from 1 reviews
Zitronenkuchen aus der Rose Bakery
 
Vorbereitung
Kochzeit
Gesamtzeit
 
Autor:
Portionen: 10
Zutaten
  • 250 g Butter
  • 200 g Zucker (ich hab mal Rohrohrzucker probiert und verwende wieder Feinzucker) + 50g Zucker für die Zesten
  • 4 Eier
  • Saft einer Zitrone
  • abgeriebene Schale von 2 Zitronen + Schale einer Zitrone für das Topping
  • 280 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • ½ TL Salz
  • 50 g gemahlene Mandeln

  • Saft einer weiteren Zitrone
  • ca. 100g Puderzucker für die Glasur
Anweisungen
  1. Der Kuchen wird am Besten in einer 25cm Kastenform, die gebuttert und im Boden mit Backpapier ausgelegt wird. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Ich backe nur noch mit Ober-/Unterhitze.
  2. Es geht los mit der weichen Butter, die mit dem Zucker schaumig geschlagen wird. Am Besten finde ich hier weiche Butter, kurz bevor sie flüssig wird. Mit flüssiger Butter habe ich keine guten Erfahrungen gemacht. Beim Aufschlagen kann man sich schonmal ein bisschen Zeit lassen, bis es wirklich merklich schaumig und die Mischung heller wird.
  3. Dann geht es ein wenig gemütlicher weiter, in dem nach und nach die Eier einzeln dazugegeben werden. Für jedes Ei nehme ich mir ca. 1 Minute Zeit. Bei ner Küchenmaschine geht das ganz gut – wer mit einem Handrührgerät arbeitet hat´s hier natürlich eiliger.
  4. Wenn die Eier alle drunter sind kommen Zitronensaft und abgeriebene Schale dazu, kurz unterrühren und dann Mehl und Backpulver auf die Masse sieben und zusammen mit den Mandeln drunter rühren. Wenn sich die Zutaten verbunden haben ist genug gerührt, das geht recht fix.
  5. Bei Claudia braucht der Kuchen mindestens 45 Minuten, beim letzten Versuch hat es bei mir 55 Minuten gebraucht, bis die Stäbchenprobe bestanden wurde. Beim Herausziehen sollte kein Teig an dem Stäbchen kleben bleiben.

 

Die Zitronenzest wie oben beschrieben vorbereiten und den Zuckerguss mit Puderzucker und Zitronensaft zubereiten. Möglichst wenig Zitronensaft verwenden. Ich bin da der gleichen Meinung wie Claudia – Zuckernasen auf dem Kuchen sehen nicht sonderlich schön aus, wir wollen den Zuckerguss nur auf dem Kuchen. Den Kuchen mit dem Guss bestreichen und die Zesten gleich darauf geben.

Die Küche duftet wunderbar nach Zitrone und Backen und es fällt mir jedes mal schwer, abzuwarten, bis der Kuchen einigermaßen ausgekühlt ist. Er ist so frisch besonders fluffig, aber viel mehr mag ich den Kuchen am nächsten Tag, wenn er deutlich fester und saftiger geworden ist. Das erste Stück haben wir am Samstag auf der sonnigen Dachterasse genossen. Hier im Süden waren wir wirklich mit schönem Wetter gesegnet. Es werde Frühling!

Comments

  1. says

    Wie gerne hätte ich nen Zitronenbaum – aber Limonade kann man ja immernoch draus machen, oder ;-) Das Stückchen auf deinen Bildern sieht so verlockend aus – würde ich jeder Schwarzwälder Kirschtorte vorziehen!

  2. says

    Echt, hast du ihn gemacht!? Da freu ich mich schonmal auf die Bilder und bin gespannt, wie er dir schmeckt! Ja, Sorry, aber der Zitronenkuchen muss auch noch sein…

  3. Zuckerbäckerin says

    Huch! Gerade erst entdeckt, irgendwie im Google Reader untergegangen?! Was ein Stück Glück, daß ich Zitronen mag. Ich denke, den werde ich mal mit der halben Menge in einer kleinen Form backen – der Kurven zuliebe ;-)

  4. says

    Nix da, hier werden keine halben Sachen gemacht ;-) Ich verspreche dir, wenn deine halbe Portion verspeist ist, wünschst du dir die fehlende Hälfte herbei. Für den Kuchen einfach auf ein paar Chips verzichten ;-)

  5. says

    Der Spur dieses Kuchens folgend, bin ich hier gelandet. So schön sonnig hier bei Dir :) Danke für’s Teilen dieses Rezepts! Heute bei uns mit Zitronenverbene, das nächste Mal dann das Original. Viele Grüße!

  6. says

    Chef, you made my day! Ich bin bekannte und bekennende Backniete und habe mich verhaften lassen, zum Adventsmarkt des hiesigen Verkehrsvereins einen Kuchen beizutragen. Der Tipp mit dem Rezept kam von Bushcooks kitchen ;-)

    Schon der Teig – verführerisch duftend, verlockend schmeckend. Ich habe Muffinförmchen genommen, die kleinen Kerle kühlen jetzt ab, aber einen MUSSTE ich probieren. Gött_lich. Ich werde zwei zur Seite schaffen, die gibt es Sonntag nachmittag mit einem Schlückchen (unserer) Auslese.

  7. says

    Lieber Alex,
    ich wette, du willst gleich mit mir tauschen, ich vertilge nämlich in genau diesem Moment ein (viel zu großes) Stück deines Zitronenkuchens und könnte mich reinlegen. Unglaublich gut… Und das Beste: ich hab ihn auch noch geschenkt bekommen, die liebe Ylva hat ihn nach deinem Rezept gebacken und mir neulich im Weck Glas geschenkt.
    Ein TRAUM!
    Liebe Grüße,
    Dani

    • says

      Dani! Das tut mir sehr leid für mich ;-) Ich müsste den Kuchen auch mal wieder machen, schlage aber vor, dass du, quasi um den Kreis zu schließen, mir einen backst und vorbei bringst! lg!

Trackbacks

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