Bällchen aus Wurst

Mit Wurst kann man ja viel anstellen. Metzger benutzen sie um ihre Abfälle zu entsorgen – naja, zumindest denken Menschen an sowas, wenn sie an Wurst denken und hauen sich ein Stück Tofu in die Pfanne. Schmeckt ja wie Fleisch… Ob ich was gegen Vegetarier habe? Kann man so nicht sagen, ich schaffe es nur nicht den ideologischen Argumenten zu folgen. So wie ich das sehe, löst die Unterstützung ökologischer Produktion mehr Probleme, als es eine generelle Ablehnung schaffen kann, aber genug davon.

Metzgerei Kern, die jeden Samstag ihren Wagen zu meinem Markt nach Gärtringen schickt, ist ein wahrer Meister wenn´s um Wurst geht. Besonders angetan haben es mir hier die Bratwürschtle, die auch ganz allgemein ein echter Renner zu sein scheinen. Die kann man auch so gut essen, einfach ne Minute in die Mikrowelle, in Senf getunkt und abgebissen, schmeckt wie die Wurst, die´s früher oft bei Oma gab. In der Gemüsesuppe mit gebrüht ist aber auch fantastisch.

Eine neue coole Idee habe ich in Jamies Amerika entdeckt. Da wird einfach die Füllung der Wurst aus der Hülle gedrückt und daraus Fleischbällchen geformt. In Jamies Rezept werden die Fleischbällchen dann zusammen mit Knoblauch und Garnelen in Olivenöl angebraten, mit Zitronensaft abgelöscht und auf Polenta serviert. Ich fand´s super, Frau Hansen war von der Polenta wenig überzeugt – für sie muss Gries süß sein. Well, können wir auch, aber dann mal als Nachtisch ;-)

Share

3 Antworten auf “Bällchen aus Wurst”


  • Du hast was gegen Vegetarier? Dislike :D

  • Ein ernstzunehmender Vegetarier kann doch kein Ideologe sein!
    Vegetarier sollten Leute sein, die Gemüse essen, um mehr kreative Kräfte freisetzen zu können, nicht Leute, die ihr Bedürfnis nach Fleisch unterdrücken, dann schlechte Laune kriegen und den Rest ihrer Zeit verschwenden, um sympathischen Fleischessern den Genuss zu verderben. Anti-Fleisch-Ideologen brauchen nichts dringender als Fleisch, und sei’s um es zu hassen.
    Ich finde auch nicht, dass sich ein glücklicher Vegetarier einfach ein blödes Stück alten Supermarkt-Tofu in die Pfanne haut. Sondern er behandelt Essen genauso sorgfältig wie ein guter Fleisch-Esser und hat genauso viel Toleranz verdient.

    Hier ein Lieblingsrezept zur Jahreszeit:

    Lauwarmer Kuerbis-Salat

    1 Block ganz frischer (Bio-)Tofu aus einem Asia-Laden des Vertrauens

    1 nicht zu großer Hokkaido-Kuerbis

    1 grosse Karotte

    Eissalat

    Salz, Pfeffer, Zitronensaft, gutes Raps- oder Sonnenblumenoel

    Frische Petersilie, gehackt(Garten, oder glatte vom Türken)

    Getrocknetes Basilikum

    Sesamoel in sehr vorsichtiger Dosierung

    Geroestete Koriandersamen

    Ganzer Kreuzkuemmel

    Soyasauce

    Wenig Chili ist möglich,aber nicht zwingend. Zu scharf wäre schade um das ganze Aroma- Feuerwerk

    Tofu in ca.1cm Würfel schneiden. In Marinade einlegen aus Soyasauce mit Koriandersamen, Kreuzkuemmel, Basilikum, Sesamoel.

    Kuerbis waschen, ganz mit Schale im Ofen backen, bis er weich ist,aber keinesfalls matschig.(Mikrowelle ist genausogut, aber schneller.)
    In Würfel wie den Tofu schneiden.
    (Kuerbis-Inneres möglichst aufheben, weil die Kerne lecker zu knabbern sind.)

    Tofu in Marinade langsam erhitzen, samt Gewürzkoernern über die Kuerbis-Würfel gießen. Weiter marinieren. Dann lauwarm mit Zitrone und Oel anmachen, sorgfältig abschmecken, frische Petersilie und gehobelte Karotte untermischen.

    Knusprigen Eissalat dazu anrichten.

    Das ist sogar ein gutes Frühstück!
    Als Beilage zu Fleisch passt es weniger, das fühlt sich widersprüchlich an.Es ist vollständig, wie es ist.

    Liebe Grüsse!
    Annette

    • Hihi, interessant mal wieder auf so nen uralten Artikel aufmerksam gemacht zu werden ;-) Meine Einstellung zu Vegetariern hat sich in den letzten vier Jahren grundlegend geändert. Genaugenommen esse ich heute viel öfter fleischlos als, wie sagt man denn, fleischvoll? Egal, dein Rezept klingt super, das probiere ich bestimmt mal aus, aber mit Hühnchen oder Schwein, wenn´s recht ist ;-)

Hinterlasse eine Antwort

eMail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren.
Auch möglich: Abo ohne Kommentar.